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Swiss Observer

Schweizer Studie zeigt höhere Preise für Käse mit geschützter Herkunft

Forschungen zeigen, dass Labels für geografische Angaben auf internationalen Märkten 5 % höhere Preise erzielen

Schweizer Studie zeigt höhere Preise für Käse mit geschützter Herkunft
AISWI swissinfo.ch

Eine wegweisende Studie von Agroscope, dem Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, zeigt, dass Käse mit geschützter Ursprungsbezeichnung (GUB) auf internationalen Märkten einen deutlichen Preisaufschlag von 5 % erzielt. Dieser Befund unterstreicht den wirtschaftlichen Wert geografischer Angaben im weltweiten Käsehandel, insbesondere für Schweizer Premiumprodukte.

Geografische Angaben verstehen

Geografische Angaben, insbesondere GUB (geschützte Ursprungsbezeichnung) und GGA (geschützte geografische Angabe), dienen in der Käseindustrie als wichtige Qualitätsmerkmale. Die Studie zeigt, wie vollständig geschützte Namen wie Gruyère und Roquefort von einer stärkeren Marktposition profitieren als teilweise geschützte Namen wie Gouda Holland oder Raclette du Valais. Diese Bezeichnungen schützen nicht nur traditionelle Herstellungsverfahren, sondern stellen auch sicher, dass die authentischen regionalen Merkmale erhalten bleiben.

Marktauswirkungen und Wettbewerb

Die in der Fachzeitschrift Agribusiness veröffentlichte Forschung zeigt, dass der geografische Schutz zwar zu Preisaufschlägen beiträgt, aber nicht der einzige ausschlaggebende Faktor ist. Die Studie ergab, dass die Käsesorte, ob Blau-, Weich- oder Kräuterkäse, eine grössere Rolle bei der Preisbildung spielt. Teilweise geschützte Käsesorten sind stärkerer Konkurrenz durch ähnliche Produkte ausgesetzt, was ihre Fähigkeit beeinträchtigt, auf internationalen Märkten Premiumpreise zu erzielen.

Künftige Auswirkungen auf die Schweizer Käseindustrie

Die Ergebnisse haben bedeutende Auswirkungen auf die Schweizer Käseindustrie und ihre Exportstrategie. Da geografische Angaben nachweislich höhere Preise ermöglichen, könnte die Branche vermehrt darauf setzen, den Schutz traditioneller Käsesorten zu stärken. Dies könnte zu verbesserten Marketingstrategien führen, die regionale Authentizität und traditionelle Herstellungsverfahren hervorheben und so die Position der Schweiz im Premiumkäsesegment weiter festigen.