Wirtschaft
Vergütung von Schweizer CEOs steigt 2024 um 7,4 Prozent
Die Löhne von Schweizer Führungskräften erreichen wieder das Niveau von vor 2014. Die durchschnittliche CEO-Vergütung steigt auf 8,3 Millionen CHF, angetrieben durch variable Boni und die Aktienentwicklung.

Die Vergütung von Schweizer Führungskräften hat 2024 einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Die CEO-Löhne stiegen auf das Niveau von vor 2014. Gemäss der jüngsten Studie der Ethos-Stiftung erhöhte sich die durchschnittliche Vergütung von Schweizer CEOs um 7,4 Prozent auf 8,3 Millionen CHF (10,2 Millionen USD). Hauptgrund für diesen bemerkenswerten Anstieg waren variable Lohnbestandteile wie Boni, Aktien und Aktienoptionen, die die starke Marktentwicklung nach der Pandemie widerspiegeln. An der Spitze steht Flemming Ornskov, CEO des amerikanisch-schweizerischen Pharmaunternehmens Galderma, der 2024 beeindruckende 19 Millionen CHF verdiente.
Analyse nach Marktsegmenten
Der starke Anstieg der Vergütungen war in verschiedenen Marktsegmenten zu beobachten, besonders deutlich bei mittelgrossen Unternehmen. Die CEOs kleiner Unternehmen, die im SPI gelistet sind, verzeichneten einen Vergütungsanstieg von 5,5 Prozent auf 1,5 Millionen CHF. Die Führungskräfte mittelgrosser Unternehmen erhielten hingegen 37,4 Prozent mehr, womit ihre Vergütung 4,3 Millionen CHF erreichte. Dieser deutliche Unterschied bei den Wachstumsraten verdeutlicht, wie sich die Vergütung von Führungskräften in der Schweiz je nach Unternehmensgrösse entwickelt.
Internationaler Vergleich
Im globalen Vergleich gehören Schweizer Führungskräfte weiterhin zu den bestbezahlten Unternehmensleitern. Laut der Studie zählen die CEOs der 20 grössten im SMI gelisteten Schweizer Unternehmen zu den bestvergüteten Führungskräften Europas. Übertroffen werden sie nur von ihren Amtskollegen in den USA, Kanada und im Vereinigten Königreich. Eine besondere Stellung haben Schweizer Verwaltungsratspräsidenten erreicht: Sie zählen weltweit zu den bestbezahlten und unterstreichen damit die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bei der Vergütung von Führungskräften.
Auswirkungen und Ausblick
Der deutliche Anstieg der Vergütungen von Führungskräften spiegelt die kräftige Erholung der Schweizer Unternehmensleistung nach der Pandemie wider. Die Entlöhnung von Führungskräften ist zwar weiterhin ein Thema an den Generalversammlungen, doch stellt die Studie fest, dass die Kritik der Aktionärinnen und Aktionäre abnimmt. Sie stimmen zunehmend höheren Vergütungspaketen zu. Dieser Trend deutet auf einen Einstellungswandel gegenüber der Vergütung von Führungskräften in der Schweizer Unternehmenskultur hin, wirft aber weiterhin Fragen zu Lohnungleichheit und Standards der Unternehmensführung auf.