Luzern
Schweizer Armee eröffnet zentralen Gedenkort in Luzern
Die Schweizer Armee hat in Luzern ein Denkmal für Armeeangehörige eingeweiht, die bei Militärunfällen ums Leben kamen, sowie für Zivilpersonen, die bei solchen Vorfällen getötet wurden. Die Anlage umfasst ein 167 Meter langes Metallband und eine 26 Meter hohe Stele.

Luzern verfügt nun über einen zentralen Ort, um der bei Militärunfällen ums Leben gekommenen Menschen zu gedenken. Die Schweizer Armee weihte das Denkmal auf dem Gelände des Armee-Ausbildungszentrums ein. Es ist verstorbenen Angehörigen der Armee sowie Zivilpersonen gewidmet, die bei solchen Vorfällen ums Leben kamen. Der Ort ist für persönliches Gedenken und Besinnung gedacht und bringt diese Verluste in einen gemeinsamen öffentlichen Rahmen.
Die Luzerner Sicherheitsdirektorin Ylfete Fanaj und der Chef der Armee, Benedikt Roos, nahmen am Montag zusammen mit weiteren politischen und militärischen Vertretenden an der Einweihung teil. Mit der Eröffnung erhält das Denkmal sowohl eine zivile als auch eine militärische Präsenz. An der Zeremonie waren die Sicherheitsverantwortliche des Kantons und die nationale Armee vertreten.
Den Entwurf nachzeichnen
Der Siegerentwurf trägt den Namen Monumoira. Das Verteidigungsdepartement erklärt, der Name verbinde lateinische Wörter für Erinnern und Warnen mit dem griechischen Begriff für Schicksal. Diese Kombination stellt das Denkmal sowohl in den Zusammenhang mit dem Gedenken an die Verstorbenen als auch mit den plötzlichen Folgen, die ein Unfall hinterlassen kann.
Der in Basel tätige Künstler Andreas Schneider und der Architekt Philipp Schallnau entwarfen den ausgewählten Vorschlag. In einem zweistufigen Wettbewerb wurde ihr Entwurf für den Standort Luzern ausgewählt. Im Zentrum steht ein 167 Meter langes Metallband, ergänzt durch eine Stele, die 26 Meter über den Boden aufragt. Gemeinsam verleihen diese Elemente dem Denkmal auf dem Gelände des Armee-Ausbildungszentrums eine markante Präsenz und machen die Themen des Projekts in seiner Gestaltung sichtbar.
Die Form des Denkmals lesen
Ein 167 Meter langes Metallband bildet den Kern des Denkmals. Das Verteidigungsdepartement beschreibt es als Symbol für eine unerwartete Wendung und für die Narbe, die ein Schicksalsschlag hinterlassen kann. Das Band zieht sich als lange, durchgehende Linie durch die Anlage, während die 26 Meter hohe Stele sie vertikal markiert.
Die Masse sind die auffälligsten Merkmale des neuen Denkmals: ein niedriges, weitläufiges Element neben einem hohen Orientierungspunkt. Ihre Dimensionen schaffen beim Armee-Ausbildungszentrum einen Ort, an dem Besuchende innehalten und nachdenken können. Der Entwurf verbindet den physischen Ort mit den Verlusten, an die er erinnert, darunter Todesfälle während der Ausbildung, bei Einsätzen und im täglichen Dienst.
Der im Dienst Verstorbenen gedenken
Das Denkmal ehrt Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen des Militärdienstes ums Leben kamen. Es ist Angehörigen der Armee gewidmet, die bei Unfällen während der Ausbildung, bei Einsätzen oder bei der Erfüllung ihrer täglichen Aufgaben starben. Auch Zivilpersonen, die bei Militärunfällen getötet wurden, sind eingeschlossen. Das Gedenken an diesem Ort reicht damit über die Angehörigen der Armee hinaus.
Die Armee beschreibt den Standort in Luzern als einen Ort des persönlichen Gedenkens und der Besinnung. Der Name und die Gestaltung des Projekts verleihen diesem Zweck auch eine mahnende Dimension: Das Metallband steht für eine unerwartete Wendung und die von einem Schicksal hinterlassene Spur. Da an der Einweihung die Luzerner Sicherheitsdirektorin und der Chef der Armee teilnahmen, bringt der Ort das militärische Gedenken in einen öffentlichen Rahmen im Kanton.