Gesundheit
Ehemann der Schweizer Ebola-Patientin aus dem Spital entlassen
Der Ehemann der Schweizerin, die wegen Ebola behandelt wird, ist aus dem Universitätsspital Zürich entlassen worden, nachdem er keine Symptome entwickelt hatte. Er wurde in eine Quarantäneeinrichtung ausserhalb des Spitals verlegt.

Der Ehemann der Schweizer Ebola-Patientin hat das Spital verlassen, ohne Symptome zu entwickeln. Das Universitätsspital Zürich (USZ) entliess ihn und verlegte ihn in eine Quarantäneeinrichtung ausserhalb des Spitals, wie Keystone-SDA am 5. November berichtete.
Der Mann arbeitet für die Schweizer Botschaft in Nigeria. Am 26. Oktober wurde er zusammen mit seiner an Ebola erkrankten Frau aus Nigeria in die Schweiz zurückgebracht. Sie wird im Universitätsspital Genf (HUG) behandelt.
Mit der Verlegung hat sich der Ort der Betreuung des Ehemanns geändert, während seine Frau weiterhin in Genf behandelt wird. Das HUG hat erklärt, aus Datenschutzgründen keine Angaben zu ihrem Zustand machen zu können. Die Frau wurde am 20. Oktober in Nigeria positiv auf den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus getestet.
Der Fall verbindet Spitäler und Gesundheitsbehörden in mehreren Teilen der Schweiz mit den Ereignissen in Nigeria. Der Ehemann wurde nach einer symptomfreien Zeit im USZ entlassen und befindet sich nun in Quarantäne ausserhalb des Spitals.
Die Inkubationszeit im Blick behalten
Die Weltgesundheitsorganisation gibt die Inkubationszeit von Ebola mit zwei bis 21 Tagen an. Bis zu seiner Entlassung aus dem USZ hatte der Ehemann keine Symptome entwickelt. Anschliessend wurde er in eine Quarantäneeinrichtung ausserhalb des Spitals verlegt.
Das Paar kam am 26. Oktober in die Schweiz, sechs Tage nachdem die Frau in Nigeria positiv auf das Bundibugyo-Ebola-Virus getestet worden war. Diese Daten liegen innerhalb der von der WHO angegebenen Inkubationszeit. Der gemeldete zeitliche Ablauf allein lässt jedoch nicht darauf schliessen, ob sich der Ehemann angesteckt hat.
Seine Frau wird im HUG in Genf behandelt. Das Spital hat aus Datenschutzgründen keine Angaben zu ihrem Zustand gemacht. Die Entlassung des Ehemanns aus dem USZ betrifft somit seinen eigenen Gesundheitszustand und seine Unterbringung, während die Behandlung seiner Frau in Genf unabhängig davon weitergeht.
Die Inkubationszeit ist der massgebliche zeitliche Rahmen für die Rückkehr des Paars und die Überwachung des Ehemanns. Nachdem er das Spital ohne Symptome verlassen hat, befindet er sich weiterhin in einer Quarantäneeinrichtung.
Nigerias Kontaktpersonen im Blick behalten
Bis zum Zeitpunkt der Aktualisierung waren in Nigeria keine weiteren Ebola-Fälle bestätigt worden. Anfang November teilte das Nigeria Centre for Disease Control and Prevention mit, dass die Behörden 62 enge Kontaktpersonen überwachten.
Die Schweizerin wurde am 20. Oktober in Nigeria positiv auf das Bundibugyo-Ebola-Virus getestet. Ihr Ehemann, ein Angestellter der Schweizer Botschaft in Nigeria, kehrte am 26. Oktober mit ihr in die Schweiz zurück. Später wurde er ohne Symptome aus dem USZ entlassen und in eine Quarantäneeinrichtung ausserhalb des Spitals verlegt.
Die Zahl der Kontaktpersonen gibt einen Überblick über die Massnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens in Nigeria nach der Diagnose der Frau. Sie ist unabhängig von ihrer Behandlung in Genf und der Quarantäne ihres Ehemanns in der Schweiz. Gemeldet wurde, dass 62 Personen überwacht wurden, nicht dass 62 Fälle bestätigt waren.
In seiner Aktualisierung hielt das Nigeria Centre for Disease Control and Prevention zudem fest, dass bis dahin im Land keine weiteren Ebola-Fälle bestätigt worden waren. Die Schweizer Patientin wird weiterhin im HUG behandelt.
Die Ebola-Fälle in der Schweiz einordnen
Dies ist das dritte Mal, dass eine Person in der Schweiz wegen Ebola behandelt wird. Das Bundesamt für Gesundheit sagt, die beiden früheren Fälle seien 1995 und 2014 aufgetreten. Beide Patientinnen beziehungsweise Patienten überlebten.
Die aktuelle Patientin wird im HUG in Genf behandelt, nachdem sie in Nigeria positiv auf das Bundibugyo-Ebola-Virus getestet worden war. Ihr Ehemann, der für die Schweizer Botschaft in Nigeria arbeitet, wurde im USZ in Zürich behandelt. Er entwickelte keine Symptome und wurde in eine Quarantäneeinrichtung ausserhalb des Spitals entlassen.
Der Fall umfasst die medizinische Versorgung in Genf und Zürich sowie die Überwachung enger Kontaktpersonen in Nigeria. Die von der WHO angegebene Inkubationszeit für Ebola beträgt zwei bis 21 Tage. Anfang November überwachten die Behörden in Nigeria 62 enge Kontaktpersonen; bis dahin waren dort keine weiteren Fälle bestätigt worden.
Die Entlassung des Ehemanns aus dem Spital und seine Verlegung in Quarantäne sind die jüngsten gemeldeten Entwicklungen in der Schweiz. Seine Frau wird weiterhin im HUG behandelt.