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Swiss Observer

Schweizer Preisüberwacher nimmt digitale Plattformen und UBS ins Visier

Der Preisüberwacher kündigt nach einer Rekordzahl von Fällen im Jahr 2024 einen Schwerpunkt auf Tech-Giganten und die Grossbank UBS an.

Schweizer Preisüberwacher nimmt digitale Plattformen und UBS ins Visier
AISWI swissinfo.ch

Der Preisüberwacher des Bundes erreichte 2024 einen Meilenstein: Er bearbeitete über 800 Fälle und gab fast 400 Empfehlungen ab. Damit verzeichnete die für den Konsumentenschutz zuständige Behörde ein Rekordjahr. Diese beispiellose Zahl von Fällen unterstreicht die wachsende Bedeutung der Preisüberwachung für die Schweizer Wirtschaft und spiegelt das zunehmende Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten für Preisfragen wider.

Digitale Plattformen im Visier

2025 richtet der Preisüberwacher seinen Fokus neu aus und wird die Preismodelle grosser digitaler Plattformen, die in der Schweiz tätig sind, umfassend untersuchen. Dieser Entscheid ist eine Reaktion auf den technologischen Fortschritt, den wachsenden wirtschaftlichen Einfluss der Plattformen und zahlreiche Beschwerden von Konsumentinnen und Konsumenten. Die Untersuchung soll faire Preispraktiken im digitalen Markt sicherstellen und Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten vor einem möglichen Missbrauch der Marktmacht schützen.

Untersuchung von UBS nach der Fusion

Nach der wegweisenden Fusion von UBS und Credit Suisse hat der Preisüberwacher mehrere Meldungen von Geschäftskunden erhalten, die Änderungen der Geschäftsbedingungen durch UBS betreffen. Stefan Meierhans hat erhebliche Ressourcen dafür bereitgestellt, Branchen zu beobachten, in denen UBS über beträchtliche Marktmacht verfügen könnte. Diese Aufsicht soll möglichen monopolistischen Praktiken vorbeugen und im Bankensektor nach der Fusion faire Dienstleistungen sicherstellen.

Auswirkungen auf Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten

Der erweiterte Tätigkeitsbereich des Preisüberwachers spiegelt das Engagement der Schweiz für den Konsumentenschutz in traditionellen wie auch in digitalen Märkten wider. Der doppelte Fokus auf digitale Plattformen und Bankdienstleistungen zeigt, wie sich die Herausforderungen für Konsumentinnen und Konsumenten in der modernen Schweizer Wirtschaft verändern. Die Untersuchungen sollen faire Preise und Marktpraktiken sicherstellen, den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten zugutekommen und die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes erhalten.