Wirtschaft
Starbucks kündigt Filialschliessungen in der Schweiz an
Die US-Kaffeekette plant im Rahmen einer globalen Umstrukturierung den strategischen Rückzug aus unrentablen Standorten in der Schweiz

Der amerikanische Kaffeekonzern Starbucks hat bedeutende Änderungen für seine Geschäftstätigkeit in der Schweiz angekündigt. Im Rahmen einer umfassenderen globalen Umstrukturierung sollen mehrere Standorte in der Schweiz geschlossen werden. Der Entscheid betrifft vor allem Filialen mit zu wenig Kundschaft und begrenzter wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Damit markiert das Unternehmen eine strategische Neuausrichtung auf dem Schweizer Markt.
Auswirkungen auf den Betrieb in der Schweiz
Anfang 2024 betrieb Starbucks 57 Kaffeehäuser in der Schweiz. Wie viele Standorte genau geschlossen werden sollen, hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben. Die Umstrukturierung beruht auf einer sorgfältigen Beurteilung des Schweizer Marktes. Das Unternehmen steht dort vor besonderen Herausforderungen, denn das Land ist für seine ausgeprägte traditionelle Café-Kultur und anspruchsvolle Kaffeekonsumentinnen und -konsumenten bekannt. Trotz der Schliessungen hält Starbucks am Schweizer Markt fest und kündigte einen neuen Standort im Tourismusort Interlaken an, der Anfang 2026 eröffnet werden soll.
Massnahmen und Unterstützung für Mitarbeitende
Für die von den Schliessungen betroffenen Mitarbeitenden hat Starbucks ein umfassendes Unterstützungspaket vorgestellt. Vorrangig sollen Mitarbeitende nach Möglichkeit an andere Filialen versetzt werden. Wo eine Versetzung nicht möglich ist, hat Starbucks Abfindungen und zusätzliche Unterstützungsmassnahmen zugesichert. Wie viele Mitarbeitende von den Änderungen betroffen sind, ist weiterhin nicht bekannt. Das unterstreicht, dass sich die Umstrukturierung noch in Entwicklung befindet.
Globaler Kontext und Zukunftspläne
Die Schliessungen von Schweizer Filialen sind Teil der umfassenderen globalen Transformationsstrategie von Starbucks. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet das Unternehmen mit einer Reduktion der Standorte in Nordamerika um 1 Prozent und plant, in den USA rund 900 Stellen ausserhalb der Filialen abzubauen. Gleichzeitig kündigt es eine Expansion in Europa an: 150 neue Standorte sollen eröffnet werden. CEO Brian Niccol betont, dass diese strategischen Entscheide die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens stärken und nachhaltiges langfristiges Wachstum sichern sollen. Dieser ausgewogene Ansatz, bei dem sich Starbucks strategisch aus schwach performenden Standorten zurückzieht und zugleich in vielversprechende Märkte investiert, zeigt, wie das Unternehmen seine Geschäftsstrategie an eine sich wandelnde globale Einzelhandelslandschaft anpasst.