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Swiss Observer

Rekordanstieg des Zigarettenschmuggels an Schweizer Flughäfen

Der Flughafen Genf rückt in den Fokus: Die Zollbehörden meldeten 2024 880’000 nicht deklarierte Zigaretten. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 690’000 des Vorjahres.

Rekordanstieg des Zigarettenschmuggels an Schweizer Flughäfen
AISWI swissinfo.ch

An Schweizer Flughäfen wurde 2024 ein beispielloser Anstieg des Zigarettenschmuggels festgestellt. Die Zollbehörden beschlagnahmten die beachtliche Zahl von 880’000 nicht deklarierten Zigaretten. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 690’000 Zigaretten, die 2023 sichergestellt wurden. Dieser drastische Anstieg stellt die Schweizer Zollbehörden vor wachsende Herausforderungen und macht deutlich, dass der Tabakschmuggel über den Luftverkehr zunimmt.

Flughafen Genf: ein Schmuggel-Hotspot

Der Flughafen Genf entwickelte sich zum wichtigsten Drehkreuz für den Zigarettenschmuggel. Dort wurden 2024 mehr als 700’000 der insgesamt beschlagnahmten Zigaretten sichergestellt. Zu den bemerkenswerten Fällen gehört die Kontrolle von zwei Reisenden am 7. Februar: Ein 35-jähriger Ägypter versuchte, 44’840 Zigaretten einzuschmuggeln, und ein 25-jähriger Grieche führte 47’360 nicht deklarierte Zigaretten mit sich. Die Nähe des Flughafens zu Frankreich macht ihn zu einem strategischen Ort für Schmuggler, die auf den französischen Markt abzielen.

Schmuggelrouten und Herkunft

Die Ermittlungen deckten ein komplexes Netz von Schmuggelrouten auf. Die meisten der beschlagnahmten Zigaretten stammten aus der Türkei, Ägypten, Äthiopien und der Republik Kongo. Erkenntnissen zufolge waren die meisten Zigaretten für den französischen Markt bestimmt, wo höhere Tabakpreise Schmugglern lukrative Möglichkeiten bieten. Diese internationale Dimension unterstreicht die ausgeklügelte Vorgehensweise der Schmuggler, die Schweizer Flughäfen ins Visier nehmen.

Durchsetzung und Sanktionen

Die Schweizer Behörden haben strenge Massnahmen zur Bekämpfung des Zigarettenschmuggels eingeführt. Fehlbare müssen mit mehreren Sanktionen nach dem Zollgesetz, dem Mehrwertsteuergesetz und dem Tabaksteuergesetz rechnen. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit arbeitet eng mit dem Staatssekretariat für Migration zusammen, um gegen erwischte Schmuggler Einreisesperren zu verhängen. Nicht bezahlte Bussen werden in Freiheitsstrafen umgewandelt, und alle beschlagnahmten Zigaretten werden vernichtet. Diese Durchsetzungsmassnahmen zeigen, dass sich die Schweiz entschlossen gegen den illegalen Tabakhandel einsetzt.