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Swiss Observer

Grosse Schenkung Genfs für den öffentlichen Verkehr in Tunesien

Die Genfer Verkehrsbetriebe kündigen an, Tunesien 200 Busse mit Verbrennungsmotor zu schenken. Dies ist Teil ihres Übergangs zu einer vollständig elektrischen Flotte bis 2030.

Grosse Schenkung Genfs für den öffentlichen Verkehr in Tunesien
AISWI swissinfo.ch

Als bedeutendes Zeichen internationaler Zusammenarbeit haben die Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) eine Vereinbarung über die Schenkung von 200 Bussen mit Verbrennungsmotor an die tunesische Société des transports de Tunis (Transtu) abgeschlossen. Die historische Vereinbarung wurde offiziell am Hauptsitz der TPG unterzeichnet. Damit leistet Genf einen erheblichen Beitrag zur öffentlichen Verkehrsinfrastruktur Tunesiens und unterstützt zugleich seine Umweltinitiativen.

Ökologische und strategische Auswirkungen

Diese Schenkung ist ein wichtiger Schritt im Strategieplan der TPG, bis 2030 die gesamte Flotte zu elektrifizieren. Indem Genf seine Busse mit Verbrennungsmotor nach Tunesien überführt, kommt es gleichzeitig seinen Umweltzielen näher und stellt sicher, dass die Fahrzeuge weiterhin sinnvoll eingesetzt werden, statt vorzeitig ausgemustert zu werden. Dieses Vorgehen zeigt das Engagement der Schweiz sowohl für ökologische Nachhaltigkeit als auch für internationale Entwicklungszusammenarbeit.

Vorteile für Tunesien

Die Schenkung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für das öffentliche Verkehrssystem Tunesiens. Transtu steht vor grossen Herausforderungen: Die Zahl der Fahrgäste sank drastisch von 335 Millionen im Jahr 2010 auf 113 Millionen im Jahr 2023, hauptsächlich aufgrund einer veralteten Flotte und stillgelegter Fahrzeuge infolge von Ersatzteilmangel. Die geschenkten Busse werden dazu beitragen, die Kapazitäten des öffentlichen Verkehrs in Tunesien wieder zu stärken und die Zuverlässigkeit des Angebots für Millionen von Einwohnerinnen und Einwohnern zu verbessern.

Umsetzung und Zeitplan

Die 200 Busse werden innerhalb von vier Jahren überführt, beginnend im Januar. Transtu übernimmt den Transport der Fahrzeuge über das Mittelmeer und sorgt für einen systematischen und geordneten Übergang. Dieses etappenweise Vorgehen ermöglicht es, die Fahrzeuge angemessen in das tunesische Verkehrssystem zu integrieren und gleichzeitig mit dem schrittweisen Übergang Genfs zu Elektrofahrzeugen in Einklang zu bringen.