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Folgen des Brands in Crans-Montana: Regierung sagt Hilfe zu, Doris Leuthard soll Stiftung für Opfer leiten
Als Reaktion auf den verheerenden Brand in Crans-Montana hat die Schweizer Regierung eine Solidaritätszahlung von 50’000 CHF für die Opfer bewilligt. Gleichzeitig wurde die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard zur Präsidentin einer neuen Stiftung ernannt. Diese verfügt über Spenden in Höhe von 17 Millionen CHF und soll die langfristige Unterstützung der Betroffenen koordinieren.

Der Bundesrat wartet nicht, bis sich der Staub gelegt hat. Um bürokratische Verzögerungen zu umgehen, hat die Schweizer Regierung eine sofortige Solidaritätszahlung von 50’000 CHF (64’535 US-Dollar) für jedes Opfer des verheerenden Brands in Crans-Montana bewilligt. Dabei handelt es sich nicht bloss um eine administrative Transaktion, sondern um eine wichtige finanzielle Überbrückungshilfe für Familien, die mit einem plötzlichen, erschütternden Verlust fertigwerden müssen.
Indem Bern diese Hilfe als «dringliches Bundesgesetz» einstuft, signalisiert es, dass das Land geschlossen an der Seite der Hinterbliebenen steht. Die Zahlung richtet sich an genau dieselben Personen, die derzeit Nothilfe vom Kanton Wallis erhalten. So soll sichergestellt werden, dass niemand durch die Maschen des Bundessystems fällt. Die Regierung bezeichnet diesen Beitrag ausdrücklich als «Zeichen der gesellschaftlichen Solidarität» und räumt damit ein, dass Geld die 41 verlorenen Leben zwar nicht ersetzen kann, den Überlebenden aber die erdrückende Last der unmittelbaren finanziellen Not lindern kann.
Leuthard übernimmt die Leitung der Hilfsbemühungen
Die Ernennung der ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard zur Präsidentin der neu gegründeten «Beloved Foundation» verleiht den Wiederaufbauarbeiten sofort zusätzliches Gewicht. Die Walliser Kantonsregierung bestätigte die Ernennung am Dienstag und übertrug damit einer der angesehensten politischen Persönlichkeiten der Schweiz die Leitung der humanitären Hilfe. Unter Leuthards Führung soll die Stiftung mit grösstmöglicher Sorgfalt und Autorität arbeiten.
Sie wird einen neunköpfigen Stiftungsrat leiten, dem namhafte Persönlichkeiten aus den Bereichen Medizin, Opferhilfe und soziale Dienste angehören. Der Stiftungsrat ist ausdrücklich keine abgehobene Instanz: Ihm gehört auch eine Vertretung der Familien der französischen Opfer an, und die Ernennung eines italienischen Gegenstücks ist in Vorbereitung. Diese Zusammensetzung trägt dem internationalen Ausmass der Tragödie direkt Rechnung und stellt sicher, dass die Stimmen der Hinterbliebenen im Stiftungsrat, in dem die Entscheidungen getroffen werden, unmittelbar Gehör finden.
Millionen für den langfristigen Wiederaufbau mobilisiert
Die finanzielle Unterstützung der Beloved Foundation beläuft sich bereits auf beeindruckende 17 Millionen CHF. Sie zeugt von der grossen Welle der Unterstützung nach der Katastrophe. Den Grundstock bildet ein Beitrag von 10 Millionen CHF der Walliser Kantonsregierung, der das Engagement der Region für den eigenen Wiederaufbau zeigt.
Eine Million CHF ist ausdrücklich für die Betriebskosten vorgesehen, damit die Stiftung effizient arbeiten kann. Der weitaus grösste Teil der Mittel ist jedoch ausschliesslich den Opfern gewidmet. Diese beträchtliche Ausstattung ermöglicht eine nachhaltige, langfristige Unterstützung statt einer bloss kurzfristigen Lösung. Die Stiftung ist darauf ausgerichtet, die komplexen Folgen einer Tragödie, die 41 Menschenleben gefordert hat, über Jahre hinweg zu bewältigen und ein finanzielles Sicherheitsnetz zu bieten, das weit über die unmittelbare Zukunft hinausreicht.
Beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren: Parlament steht vor raschem Handeln
Die politischen Abläufe in Bern schreiten in beispiellosem Tempo voran. Der Bundesrat hat dem Parlament bereits den erforderlichen Antrag auf zusätzliche Mittel unterbreitet und damit den Weg für eine rasche gesetzgeberische Verabschiedung geebnet. Die Bundesversammlung dürfte die dringliche Gesetzgebung während der kommenden Frühjahrssession im März verabschieden. Dieser Zeitplan unterstreicht die Dringlichkeit der Lage.
Während sich Rechtsverfahren oft in die Länge ziehen, hat das Ausmass der Tragödie von Crans-Montana zu einem seltenen Konsens über ein rasches Vorgehen geführt. Mit dem Verfahren für dringliche Bundesgesetze stellt die Regierung sicher, dass die Mittel rasch freigegeben werden können. So werden monatelange Debatten vermieden, die Bundesausgaben normalerweise begleiten. Mit dem nahenden Frühling verlagert sich der Schwerpunkt vom Schock auf den Wiederaufbau. Sowohl die Bundesregierung als auch die von Leuthard geleitete Stiftung sind bereit, die Mittel bereitzustellen, sobald der Beschluss fällt.