Klimawandel
Klimawandel fordert während der sommerlichen Hitzewelle in der Schweiz 200 Menschenleben
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass der Klimawandel im Sommer 2025 zu rund 200 hitzebedingten Todesfällen in Schweizer Städten beitrug, wobei Zürich am stärksten betroffen war.

Eine verheerende, mit dem Klimawandel in Verbindung stehende Hitzewelle hat im Sommer 2025 in europäischen Städten rund 16’500 Menschenleben gefordert. Das geht aus wegweisenden Forschungsergebnissen britischer Institutionen hervor. Die von Forschenden des Imperial College London und der London School of Hygiene and Tropical Medicine durchgeführte Studie zeigt, dass der Klimawandel direkt für 68 Prozent aller hitzebedingten Todesfälle in den 854 untersuchten Städten verantwortlich war. Fachleute warnen, dass diese Zahlen die tatsächlichen Auswirkungen wahrscheinlich unterschätzen, da viele hitzebedingte Todesfälle oft nicht gemeldet werden.
Auswirkungen auf die Schweiz
Auch die Schweiz blieb von dieser Klimakrise nicht verschont: In zwölf grossen Schweizer Städten wurden 207 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet. Diese hohe Zahl verdeutlicht, wie verletzlich selbst hoch entwickelte Länder gegenüber extremen Wetterereignissen sind. Den Forschungsergebnissen zufolge waren diese Todesfälle direkt auf den Klimawandel zurückzuführen. Damit handelt es sich um eine der schwersten klimabedingten Gesundheitskrisen der jüngeren Schweizer Geschichte.
Aufschlüsselung nach Städten
Zürich trug mit 49 gemeldeten Todesfällen die grösste Last der Hitzewelle. Es folgen Bern mit 33 Todesfällen, Genf mit 29 und Basel mit 27. Diese Häufung der Todesfälle in Städten zeigt, wie besonders gefährdet die städtische Bevölkerung bei extremer Hitze ist, möglicherweise aufgrund des Wärmeinsel-Effekts. Das Muster der Todesfälle in Schweizer Städten liefert wichtige Erkenntnisse für die künftige Stadtplanung und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel.
Auswirkungen auf die Gesundheit und Reaktionen
Die beispiellose Zahl hitzebedingter Todesfälle hat eine Neubewertung der Schweizer Strategien zur Anpassung an den Klimawandel ausgelöst. Die Studie wartet zwar noch auf die Begutachtung durch Fachkolleginnen und Fachkollegen, ihre Ergebnisse haben jedoch bereits Diskussionen darüber angestossen, wie die Widerstandsfähigkeit der Städte gegenüber extremer Hitze verbessert werden kann. Die Gesundheitsbehörden betonen, dass bessere Überwachungssysteme und Präventionsmassnahmen nötig sind, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen in städtischen Gebieten. Die Krise unterstreicht die dringende Notwendigkeit sowohl sofortiger Anpassungsmassnahmen als auch langfristiger Klimaschutzmassnahmen.