Zum Inhalt springen
Swiss Observer

US-Unternehmen treiben den Anstieg ausländischer Investitionen in der Schweiz an

Amerikanische Unternehmen bauten ihre Aktivitäten in der Schweiz 2024 um 69 % aus, schufen 131 neue Arbeitsplätze und überholten europäische Investoren als wichtigste Quelle ausländischer Direktinvestitionen in der Schweiz.

US-Unternehmen treiben den Anstieg ausländischer Investitionen in der Schweiz an
AISWI swissinfo.ch

In einem wegweisenden Wandel der ausländischen Investitionen in der Schweiz haben sich US-Unternehmen 2024 als dominierende Kraft etabliert. Ihre Investitionsprojekte nahmen um beachtliche 69 % zu. Dieses beispiellose Wachstum machte die Vereinigten Staaten zur wichtigsten Quelle ausländischer Direktinvestitionen in der Schweiz und liess traditionelle europäische Investoren hinter sich. Die Expansion führte zu 27 neuen Projekten und zur Schaffung von 131 neuen Arbeitsplätzen. Dies ist ein Zeichen für das grosse Vertrauen in den Schweizer Markt.

Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft

Der Anstieg der US-Investitionen trug dazu bei, dass die Zahl der ausländischen Direktinvestitionsprojekte in der Schweiz um bemerkenswerte 24,7 % von 89 auf 111 Projekte im Jahr 2024 zunahm. Diese Entwicklung ist angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten besonders bedeutsam und unterstreicht die anhaltende Attraktivität der Schweiz als Wirtschaftsstandort. Die durch diese Investitionen geschaffenen Arbeitsplätze stärkten den lokalen Arbeitsmarkt. Die neuen Stellen erstreckten sich über verschiedene Branchen.

Europäische Investitionslandschaft

Während die US-Investitionen florierten, zeigte sich bei den europäischen Investitionen ein gemischtes Bild. Deutsche Unternehmen bauten ihre Präsenz deutlich ab: Die Zahl ihrer Projekte sank um 41 % auf 14, wobei 123 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Dieser gegenläufige Trend verdeutlicht einen umfassenderen Wandel in der Investitionsdynamik: Traditionelle europäische Investoren gehen vorsichtiger vor. Das Investitionsklima in Europa insgesamt verschlechterte sich um 5 %. Die Zahl der Projekte sank auf 5388, was die besondere Stellung der Schweiz bei der Anziehung globalen Kapitals unterstreicht.

Die Schweiz als globale Investorin

Die Rolle der Schweiz als Empfängerin und Quelle internationaler Investitionen hat sich gestärkt. Schweizer Unternehmen erhöhten ihre Investitionen in Europa 2024 um 4,7 % auf 247 Projekte und schufen 11 872 Arbeitsplätze. Dieser bilaterale Investitionsfluss macht die Schweiz zur sechstgrössten Investorin in Europa. Besonders stark ist ihre Präsenz in Frankreich (57 Projekte), Deutschland (47 Projekte) und Grossbritannien (22 Projekte). Die Fähigkeit des Landes, internationale Investitionen anzuziehen und selbst zu tätigen, unterstreicht seine strategische Bedeutung in globalen Geschäftsnetzwerken.