Gesellschaft
Erwerbsquote ukrainischer Flüchtlinge in der Schweiz erreicht 30 %
Die neuesten Bundeszahlen zeigen, dass knapp 30 % der ukrainischen Flüchtlinge mit Schutzstatus S in der Schweiz erwerbstätig sind. Damit wird das Ziel der Regierung von 40 % jedoch verfehlt.

Die neuesten Bundeszahlen zeigen, dass knapp 30 % der ukrainischen Flüchtlinge mit Schutzstatus S erfolgreich in den Schweizer Arbeitsmarkt integriert sind. Per 30. Dezember 2024 hatten genau 12'280 Personen mit Status S eine Stelle gefunden. Das entspricht einer Erwerbsquote von 29,6 %. Dies ist ein bedeutender Meilenstein bei den Bemühungen der Schweiz, ukrainische Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, auch wenn damit das ehrgeizige Ziel der Regierung von 40 %, das im November 2023 festgelegt wurde, verfehlt wird.
Fortschritte und Herausforderungen
Die Beschäftigungssituation zeigt vielversprechende Entwicklungen, insbesondere bei bestimmten Bevölkerungsgruppen. Ukrainerinnen und Ukrainer, die im Frühling 2022 in die Schweiz gekommen sind, haben eine deutlich höhere Erwerbsquote von 38 % erreicht. Noch erfreulicher ist die Erwerbsquote von 42 % bei den 18- bis 50-Jährigen dieser Gruppe. Damit liegt sie über dem Gesamtziel der Regierung. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt es eine Herausforderung, die von der Bundesregierung angestrebte Erwerbsquote von 40 % über alle Altersgruppen hinweg zu erreichen.
Integrationsmassnahmen
Die Schweizer Bundes- und Kantonsbehörden haben die positiven Entwicklungen bei ihren Integrationsbemühungen hervorgehoben. Der speziell für ukrainische Flüchtlinge geschaffene Schutzstatus S bietet einen Rahmen für den Zugang zur Erwerbstätigkeit und für Unterstützung bei der Integration. Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Kantonen in Bern haben auf Verbesserungen der allgemeinen Beschäftigungssituation für Personen mit Schutzstatus S hingewiesen. Dies zeige, dass die aktuellen Integrationsmassnahmen wirksam seien.
Ausblick
Die aktuelle Erwerbsquote lässt zwar noch Spielraum für Verbesserungen, um das Ziel der Regierung von 40 % zu erreichen. Die Entwicklung deutet jedoch auf eine positive Dynamik hin. Die höheren Erwerbsquoten unter Personen, die bereits länger in der Schweiz leben, und unter Personen im erwerbsfähigen Alter zeigen, dass weitere Fortschritte möglich sind. Die Schweizer Behörden beobachten die Integrationsmassnahmen weiterhin und passen sie an, um ukrainische Flüchtlinge auf ihrem Weg zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit und beruflichen Integration zu unterstützen.