Wirtschaft
Die Schweiz holt sich die Krone der globalen Wettbewerbsfähigkeit zurück
Die IMD Business School kürt die Schweiz zur wettbewerbsfähigsten Nation der Welt. Als Gründe nennt sie stabile politische Strukturen, eine effiziente Regierungsführung und eine erstklassige Infrastruktur.

Die Schweiz hat im renommierten IMD World Competitiveness Ranking 2025 einen bedeutenden Erfolg erzielt und sich den Spitzenplatz als wettbewerbsfähigstes Land der Welt zurückgeholt. Sie hat die asiatischen Wirtschaftsmächte Singapur und Hongkong überholt, die nun auf dem zweiten beziehungsweise dritten Platz liegen. Die Rückkehr an die Spitze zeugt von der Widerstandsfähigkeit der Schweiz und davon, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Wirtschaft weiterhin erfolgreich behauptet.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren
Die Rückkehr der Schweiz an die Spitze der globalen Wettbewerbsfähigkeit ist auf mehrere entscheidende Faktoren zurückzuführen. Besonders gut schneidet das Land bei der Infrastruktur und dem politischen Umfeld ab, in beiden Kategorien belegt es den ersten Platz. In der Unternehmenswettbewerbsfähigkeit liegt die Schweiz auf Rang 6, in der makroökonomischen Wettbewerbsfähigkeit auf Rang 13. Für den Spitzenplatz waren jedoch die stabilen politischen Strukturen, die effiziente Regierungsführung und die erstklassige Infrastruktur ausschlaggebend. Die Studie bewertet 170 international vergleichbare Indikatoren und befragt weltweit mehr als 6000 Führungskräfte. Sie hebt die aussergewöhnliche Fähigkeit der Schweiz hervor, externe Schocks abzufedern und zugleich für langfristige Investitionen attraktiv zu bleiben.
Globale Verschiebungen und Vergleiche
Das Ranking 2025 zeigt bedeutende Verschiebungen in der globalen Wettbewerbslandschaft. Während die Schweiz ihre Position gestärkt hat, verlor etwa die USA innerhalb von zwei Jahren vier Plätze und liegt nun auf Rang 13. Katar schaffte dank Reformen am Arbeitsmarkt und einer robusten Finanzinfrastruktur bemerkenswert den Sprung in die Top 10. Asiatische Länder wie Taiwan, Malaysia und die Philippinen verbesserten sich durch gezielte Investitionen in die Digitalisierung und Zukunftstechnologien. Dagegen büssten europäische Länder wie Irland und die Niederlande aufgrund sinkender Produktivität und Investitionen an Wettbewerbsfähigkeit ein. Deutschland behauptet mit Rang 19 eine Position im oberen Mittelfeld und hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert.
Bedeutung für die Zukunft
Der IMD-Bericht betont, dass traditionelle Wettbewerbsvorteile in der sich rasch wandelnden Weltwirtschaft nicht mehr ausreichen. Künftiger Erfolg erfordert hohe digitale Kompetenzen, einen wirksamen Umgang mit dem ökologischen Wandel und robuste Strategien, um globale Krisen zu bewältigen. Der Spitzenplatz der Schweiz deutet darauf hin, dass sie für diese Herausforderungen gut gerüstet ist. Um die Position zu halten, sind jedoch fortlaufende Innovation und Anpassung nötig. Die starke Währung der Schweiz wird entgegen der gängigen Auffassung als positiver Faktor hervorgehoben: Sie signalisiere wirtschaftliche Stärke und Stabilität in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld.