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Swiss Observer

Schweiz verteidigt Spitzenposition im Global Innovation Index

Die Schweiz führt seit über einem Jahrzehnt die weltweiten Ranglisten an, steht jedoch vor Herausforderungen durch das verlangsamte Wachstum der Forschungsinvestitionen und die zunehmende Konkurrenz, da China in die Top 10 aufsteigt.

Schweiz verteidigt Spitzenposition im Global Innovation Index
AISWI swissinfo.ch

Die Schweiz hat ihre Innovationskraft erneut unter Beweis gestellt und ihre Spitzenposition im Global Innovation Index verteidigt, wie die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Genf bekannt gab. Damit ist die Schweiz seit mehr als einem Jahrzehnt die innovativste Nation der Welt. Dies zeigt das anhaltende Engagement des Landes für die Förderung von Innovation und technologischem Fortschritt.

Der Schweizer Erfolg im Bereich Innovation beruht auf einer starken Grundlage aus erstklassigen Forschungsinstitutionen, hohen Investitionen des Privatsektors in Forschung und Entwicklung sowie einem Ökosystem, das Kreativität und Unternehmertum fördert.

Globale Ranglisten und Wettbewerb

In der jüngsten Rangliste führt die Schweiz ein starkes Teilnehmerfeld mit über 130 Ländern an, gefolgt von Schweden und den Vereinigten Staaten. Eine wichtige Entwicklung im diesjährigen Index ist Chinas erstmaliger Einzug in die Top 10, der eine Verschiebung der globalen Innovationslandschaft markiert. Südkorea hat bemerkenswerte Fortschritte gemacht und sich um zwei Plätze verbessert, während Singapur um einen Platz zurückgefallen ist.

Diese sich wandelnde Wettbewerbssituation bringt für die weitere Führungsrolle der Schweiz im Bereich der globalen Innovation sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich.

Herausforderungen bei den Forschungsinvestitionen

Trotz ihrer Spitzenposition steht die Schweiz vor Herausforderungen im Zusammenhang mit dem verlangsamten Wachstum der Forschungsinvestitionen. Das weltweite Wachstum der Forschungsausgaben ist auf 2,9 Prozent gesunken und damit auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Die realen Forschungsausgaben der Unternehmen wurden besonders stark von der Inflation beeinträchtigt und stiegen lediglich um 1 Prozent.

Es gibt jedoch auch einen Lichtblick: Unternehmen, die in aufstrebenden Technologien tätig sind, investieren weiterhin mehr. Das deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin zu zukunftsorientierten Innovationsbereichen hin.

Ausblick und Auswirkungen

Die Beobachtung des WIPO-Generaldirektors Daren Tang von «ermutigenden Fortschritten und weiterhin bestehenden Herausforderungen» bringt die aktuelle Lage der globalen Innovation auf den Punkt. Für die Schweiz wird es darauf ankommen, ihr Innovationsökosystem weiter zu stärken und sich auf neue Herausforderungen einzustellen, um ihre Führungsposition zu behaupten.

Entscheidend wird sein, dass das Land seinen Innovationsvorsprung angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch rasch aufstrebende Nationen wie China verteidigt. Dazu gehört, trotz des weltweiten wirtschaftlichen Drucks weiterhin stark in die Forschung zu investieren und ein Umfeld zu schaffen, das auch künftig Spitzentalente und innovative Unternehmen anzieht.