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Swiss Observer

Schweiz schliesst sich internationalem Aufruf zum Schutz der Zivilbevölkerung im Sudan an

Die Schweiz hat sich gemeinsam mit den USA, Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage im Sudan geäussert und zu einem besseren Schutz der Zivilbevölkerung sowie zu einem besseren Zugang für Hilfslieferungen aufgerufen.

Schweiz schliesst sich internationalem Aufruf zum Schutz der Zivilbevölkerung im Sudan an
AISWI swissinfo.ch

In einem bedeutenden diplomatischen Schritt hat sich die Schweiz mit den Vereinigten Staaten, Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengeschlossen, um die sich verschlechternde humanitäre Krise im Sudan anzugehen. Die Koalition, die unter dem Namen ALPS (Aligned for Advancing Life Saving and Peace in Sudan) auftritt, hat eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie ihre tiefe Besorgnis über die sich verschlechternde Lage zum Ausdruck bringt. Diese internationale Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt, um humanitäre Bemühungen zu koordinieren und diplomatischen Druck auszuüben, damit sich die Lage vor Ort verbessert.

Humanitäre Hilfe der Schweiz

Die Schweiz hat konkrete Massnahmen ergriffen und 4 Millionen CHF (rund 5 Millionen US-Dollar) an humanitärer Hilfe für den Sudan freigegeben. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat sich aktiv an der Koordination mit internationalen Partnern beteiligt und sich für einen verbesserten humanitären Zugang eingesetzt. Der Beitrag der Schweiz zeigt ihr Engagement, sowohl den unmittelbaren humanitären Bedarf zu decken als auch längerfristige Stabilität in der Region zu unterstützen. Der Schweizer Ansatz betont, wie wichtig neutrale humanitäre Hilfe und diplomatisches Engagement sind.

Aktuelle humanitäre Lage

Die humanitäre Krise im Sudan hat ein kritisches Ausmass erreicht. Schwere Mangelernährung und Hungersnot betreffen eine wachsende Zahl von Zivilpersonen. Der Konflikt zwischen dem Armeechef Abdel Fattah al-Burhane und dem RSF-Chef Mohamed Hamdane Daglo hat zu weitreichender Vertreibung und grossem Leid geführt. Besonders dramatisch ist die Lage in den Regionen Darfur und Kordofan, wo der Zugang zu Grundversorgungsgütern und medizinischer Versorgung stark eingeschränkt ist. Laut Médecins Sans Frontières erlebt das Land zudem die schlimmste Choleraepidemie seit Jahren.

Herausforderungen und Hindernisse

Humanitäre Bemühungen stossen auf erhebliche Hindernisse, darunter bürokratische Hürden und Sicherheitsbedenken. Der jüngste Angriff auf einen Konvoi des Welternährungsprogramms in der Nähe von Mellit verdeutlicht die gefährlichen Bedingungen für Helferinnen und Helfer. Seit Beginn des Konflikts wurden mehr als 120 humanitäre Mitarbeitende getötet. Die Koalition fordert den Abbau bürokratischer Hindernisse und die Offenhaltung der Versorgungsrouten für humanitäre Konvois. Der Zugang zu Telekommunikation bleibt eine zentrale Herausforderung und beeinträchtigt die Koordination sowie die Auslieferung von Hilfsgütern.