COVID-19
Schweiz entschädigt zwei Personen für COVID-Impfschäden, während hunderte Ansprüche ausstehen
Die Schweizer Regierung hat nun zwei Personen für Schäden entschädigt, die durch COVID-19-Impfstoffe verursacht wurden. Die Zahlungen erfolgten in zwei Fällen von 300 bearbeiteten Ansprüchen aus insgesamt 408 bisher eingegangenen Anträgen.

Fünf Jahre nachdem die Schweiz ihre massive Impfkampagne gegen Covid-19 gestartet hat, hat die Regierung endlich das Ausmass der Entschädigungen für impfbezogene Verletzungen bestätigt, und die Zahlen sind ernüchternd. Von den erschütternden 408 Anträgen, die von Bürgern aufgrund behaupteter Schäden eingereicht wurden, hat die Behörde in lediglich zwei Fällen eine Entschädigung gewährt. Diese Enthüllung zeigt eine massive Diskrepanz zwischen dem Volumen der Beschwerden und der Validierung dieser Ansprüche durch die Regierung.
Während Millionen von Einwohnern der Schweiz ab Dezember 2020 die Ärmel hochkrempelten, hat die Zeit danach eine Teilgruppe der Bevölkerung mit gesundheitlichen Komplikationen zurückgelassen, die sie auf die Impfung zurückführen. Per Anfang 2026 hat das Innenministerium 300 dieser Ansprüche bearbeitet. Die Tatsache, dass nur zwei Personen den strengen Genehmigungsprozess erfolgreich durchlaufen haben, unterstreicht eine aussergewöhnlich hohe Hürde für Beweise und Haftung. Dies ist nicht nur eine statistische Anomalie; es stellt ein erhebliches Hindernis für hunderte von Antragstellern dar, die sich in der Schwebe befinden oder abgelehnt wurden. Die Regierung beharrt auf ihren strengen Beurteilungsprotokollen, aber für die 406 Antragsteller, die noch keinen einzigen Franken gesehen haben, ist das Schweigen ohrenbetäubend.
Die Kosten zählen: Die finanzielle Realität der Entschädigung
Die finanziellen Zahlen, die mit diesen seltenen Genehmigungen verbunden sind, zeichnen ein bescheidenes Bild staatlicher Reparationen. Der erste Durchbruch gelang im Jahr 2024, als einem einzelnen Antragsteller CHF 13'860 ($18'000) für Schäden zugesprochen wurden, die als direkte Folge der Covid-19-Impfung nachgewiesen werden konnten. Diese präzedenzfallschaffende Zahlung blieb über ein Jahr lang der einzige Fall von Entschädigung, was die Seltenheit solcher Urteile unterstreicht.
Im Juli 2025 überwand ein zweiter Fall endlich die bürokratischen Hürden. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte gegenüber Keystone-SDA, dass diese Person CHF 6'000 erhielt. Gemäss dem Schweizer Epidemiengesetz sind diese Zahlungen nicht allein eine Last des Bundes; auch die Kantone sind verpflichtet, zu diesen Reparationen beizutragen. Da die Gesamtauszahlung über fünf Jahre jedoch weniger als CHF 20'000 betrug, sind die finanziellen Auswirkungen auf den Staat im Vergleich zu den Milliarden, die für die Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen ausgegeben wurden, vernachlässigbar. Für die Opfer hingegen stellen diese Summen die einzige offizielle Anerkennung ihres Leidens dar.
Der administrative Engpass: Drei Jahre Warten auf Gerechtigkeit
Die Antragsteller stehen vor einer zermürbenden Geduldsprobe, da sich der Verwaltungsapparat nur im Schneckentempo bewegt. Das Innenministerium hat mitgeteilt, dass die erfolgreichen Zusprachen erst etwa drei Jahre nach dem Datum des Antrags erfolgten. Dieser Zeitrahmen deutet darauf hin, dass Personen, die heute Ansprüche anmelden, möglicherweise erst Ende der 2020er-Jahre eine Entscheidung sehen werden.
Mit 300 bearbeiteten Fällen und über 100 noch ausstehenden Prüfungen ist der Rückstau erheblich. Die strenge Untersuchung, die erforderlich ist, um einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und spezifischen gesundheitlichen Verletzungen nachzuweisen, ist zweifellos komplex, doch die dreijährige Verzögerung stellt eine immense emotionale und finanzielle Belastung für die Antragsteller dar. Da ständig neue Anträge eingehen, besteht das Risiko, dass das System weiter verstopft. Die Diskrepanz zwischen dem schnellen Rollout des Impfstoffs im Jahr 2020 und der Zeitlupenbearbeitung der Schadensersatzansprüche schafft eine Spannung, mit der sich die Regierung wahrscheinlich auseinandersetzen muss, wenn die öffentliche Kontrolle zunimmt.
Vorschau: Der andauernde Kampf um Anerkennung
Während die Schweiz tiefer in das Jahr 2026 voranschreitet, verschiebt sich das Narrativ rund um die Pandemiebekämpfung vom Krisenmanagement hin zur Rechenschaftspflicht. Die Regierung hat ihren Pandemieplan angesichts der aus Covid-19 gezogenen Lehren bereits vollständig überarbeitet, aber das Kapitel über Impfschäden bleibt weit offen. Die 108 ausstehenden Anträge repräsentieren über hundert Bürger, die immer noch auf eine Antwort warten, und da weiterhin neue Ansprüche eingereicht werden, ist dieses Problem weit davon entfernt, gelöst zu sein.
Die extrem niedrige Erfolgsquote, zwei Siege bei 300 Versuchen, setzt einen einschüchternden Präzedenzfall für zukünftige Antragsteller. Sie signalisiert, dass der Schweizer Staat zwar die Möglichkeit von Impfschäden anerkennt, die Hürde für deren Nachweis jedoch extrem hoch angesetzt ist. Während das Bundesamt für Gesundheit und das Innenministerium weiterhin durch diese stürmischen Gewässer navigieren, wird der Druck steigen, sicherzustellen, dass der Prozess nicht nur streng, sondern auch fair und zeitnah erfolgt. Vorerst erzählt die Datenlage eine klare Geschichte: Entschädigung ist möglich, aber sie ist aussergewöhnlich selten.