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Swiss Observer

Schweizer Löhne steigen 2025 deutlich und übertreffen die Inflation

Die Schweizer Arbeitnehmenden verzeichnen 2025 einen nominalen Lohnanstieg von 2,3 Prozent. Da die Inflation voraussichtlich zwischen 0,1 und 0,3 Prozent liegt, dürften die Reallöhne steigen und die Kaufkraft zunehmen.

Schweizer Löhne steigen 2025 deutlich und übertreffen die Inflation
AISWI swissinfo.ch

Die Arbeitnehmenden in der Schweiz erleben 2025 einen deutlichen finanziellen Erfolg. Gemäss den neuesten Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) sind die Nominallöhne dieses Jahr um beachtliche 2,3 Prozent gestiegen. Dabei handelt es sich nicht bloss um eine statistische Anpassung, sondern um ein starkes Zeichen wirtschaftlicher Vitalität, das den Arbeitnehmenden mehr Geld direkt in die Hände legt. Die am Dienstag veröffentlichte Mitteilung des BFS bestätigt, dass die Befürchtungen einer Stagnation unbegründet sind: Der Schweizer Arbeitsmarkt beweist bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und Wachstum.

Der Anstieg um 2,3 Prozent markiert einen deutlichen Aufwärtstrend, der auf kumulierten Lohndaten beruht. Das BFS weist zwar darauf hin, dass es sich um eine erste Schätzung handelt, doch das Ausmass des Anstiegs ist unbestreitbar. Arbeitnehmende in der ganzen Schweiz sehen ihren Wert in barer Münze anerkannt. Das ist ein entscheidender Moment für die Haushaltsfinanzen. In einem globalen Wirtschaftsklima, das oft von Unsicherheit geprägt ist, schlägt die Schweiz einen Kurs ein, der Stabilität und Anerkennung für ihre Arbeitskräfte in den Vordergrund stellt.

Inflation deutlich übertroffen: ein Erfolg für die Kaufkraft

Die eigentliche Geschichte des Jahres 2025 ist nicht nur, dass die Löhne steigen, sondern dass sie die Inflation deutlich übertreffen. Während die Löhne um mehr als 2 Prozent zulegen, ist die Inflation auf vernachlässigbare 0,1 bis 0,3 Prozent gesunken. Diese grosse Differenz führt zu einem seltenen Boom der Reallöhne. Anders als in Situationen, in denen Lohnerhöhungen sofort von steigenden Lebenshaltungskosten aufgezehrt werden, können die Arbeitnehmenden in der Schweiz ihre Zugewinne behalten.

Ökonominnen und Ökonomen bestätigen, dass diese Lücke einen echten Anstieg der Kaufkraft bedeutet. Jeder 2025 verdiente Franken hat mehr Wert als im Vorjahr. Während andere Länder mit hartnäckiger Inflation kämpfen, die Einkommen schmälert, hat sich die Lohnentwicklung in der Schweiz weitgehend von den Preissteigerungen gelöst. Das führt zu spürbaren Verbesserungen des Lebensstandards: mehr frei verfügbares Einkommen für Freizeit, Ersparnisse und Investitionen. Die Daten zeichnen ein klares Bild: Die Schweizer Wirtschaft befindet sich derzeit in einer besonders günstigen Lage für Arbeitnehmende.

Der Aufwärtstrend gewinnt an Fahrt: besser als 2024

Der Anstieg 2025 ist kein Einzelfall, sondern eine Beschleunigung der kräftigen Erholung. Vergleicht man den nominalen Zuwachs von 2,3 Prozent in diesem Jahr mit 2024, als die Löhne um beachtliche, aber geringere 1,8 Prozent stiegen, wird die Entwicklung deutlich. Im vergangenen Jahr lag der Reallohnzuwachs bei moderaten 0,7 Prozent, während die Inflation bei 1,1 Prozent lag. 2025 dürfte der Beitrag zum realen Lohnwachstum mehr als dreimal so hoch ausfallen. Das zeigt, dass der Schweizer Wirtschaftsmotor an Fahrt gewinnt und nicht langsamer wird.

Diese Wende ist vor dem breiteren historischen Hintergrund besonders wichtig. Noch zwei Jahre vor 2024 mussten die Arbeitnehmenden in der Schweiz eine Phase hinnehmen, in der ihre Reallöhne tatsächlich sanken, weil die Inflation stärker stieg als die Löhne. Diese Durststrecke ist nun klar überwunden. Der Trend hat sich deutlich ins Positive gedreht und signalisiert das Ende der mageren Jahre und eine Rückkehr zu jenem Wohlstand, den man auf dem Schweizer Arbeitsmarkt erwartet.

Das Fazit: eine wohlhabendere Arbeitnehmerschaft

Das BFS weist darauf hin, dass es sich um erste, noch zu revidierende Schätzungen handelt. Die Richtung ist jedoch eindeutig: Die Menschen in der Schweiz werden real wohlhabender. Die Kombination aus einer nominalen Lohnerhöhung von 2,3 Prozent und einer nahezu bei null liegenden Inflation ist ein starker wirtschaftlicher Impuls, der das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Inlandausgaben stärkt. Das ist ein wichtiger Puffer gegen externe globale Schocks.

Für die durchschnittliche Arbeitnehmerin und den durchschnittlichen Arbeitnehmer bedeutet dies mehr finanziellen Spielraum, der mehrere Jahre lang gefehlt hat. Ob es darum geht, Krankenkassenprämien zu bezahlen oder Ferien zu planen: Der «Schweizer-Franken-Vorteil» ist wieder voll zu spüren. Im weiteren Verlauf des Jahres 2025 verlagert sich der Fokus vom Bewältigen der Inflation darauf, vom Wachstum zu profitieren. Die Schweizer Wirtschaft zeigt, dass hohe Löhne und tiefe Inflation vereinbar sind: Sie werden zum neuen Standard.