Wirtschaft
Schweizer Arbeitslosenquote steigt im Dezember auf 2,8 Prozent
Die nationalen Arbeitslosenzahlen sind deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 23’434 Personen mehr auf Stellensuche, ein Hinweis auf wirtschaftliche Herausforderungen.

Der Schweizer Arbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck: Im Dezember 2024 erreichte die Arbeitslosigkeit einen besorgniserregenden Stand. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) meldete, dass die nationale Arbeitslosenquote auf 2,8 Prozent stieg, gegenüber 2,6 Prozent im November. Diese Entwicklung stellt eine deutliche Veränderung auf dem traditionell robusten Schweizer Arbeitsmarkt dar.
Dezemberzahlen und saisonale Faktoren
Im Dezember 2024 waren 130’293 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. Das sind 9’179 Personen oder 7,6 Prozent mehr als im November. Der Anstieg ist teilweise auf saisonale Faktoren zurückzuführen, insbesondere auf die Bauwirtschaft, in der winterliche Bedingungen üblicherweise zu vorübergehenden Arbeitsunterbrüchen führen. Saisonbereinigt blieb die Quote stabil bei 2,6 Prozent, lag aber weiterhin über der bereinigten Vorjahresquote von 2,2 Prozent.
Jahresrückblick und Trends
Das Jahr 2024 markierte eine deutliche Veränderung gegenüber der Arbeitsmarktlage des Vorjahres. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 2,4 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte über dem Rekordtief von 2023. In absoluten Zahlen waren 2024 durchschnittlich 112’563 Personen arbeitslos gemeldet, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieser Trend zeichnete sich ab Mitte 2023 ab und setzte sich 2024 fort.
Auswirkungen auf die Wirtschaft und Ausblick
Die Arbeitslosenquote der Schweiz ist im internationalen Vergleich weiterhin tief, doch der anhaltende Aufwärtstrend deutet auf mögliche Herausforderungen für die Schweizer Wirtschaft hin. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 22 Prozent im Jahresvergleich, mit 23’434 Stellensuchenden mehr als im Dezember 2023, deutet auf eine Abkühlung des Arbeitsmarktes hin. Wirtschaftsexpertinnen und -experten beobachten diese Entwicklungen aufmerksam, insbesondere nach einer Phase historisch tiefer Arbeitslosenquoten. 2023 wurde mit 2,0 Prozent der tiefste Stand seit 2001 verzeichnet.