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Swiss Observer

Schweizer Studie zeigt Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krankheiten

Forschende der ETH Zürich erstellen die erste detaillierte Zellkarte, die zeigt, warum manche übergewichtige Menschen Stoffwechselkrankheiten entwickeln, während andere gesund bleiben.

Schweizer Studie zeigt Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krankheiten
AISWI swissinfo.ch

In einem bahnbrechenden Schritt haben Forschende der ETH Zürich die erste umfassende Zellkarte erstellt, die zeigt, warum manche übergewichtige Menschen Stoffwechselkrankheiten entwickeln, während andere gesund bleiben. Die wegweisende Forschung, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Leipzig in Deutschland durchgeführt wurde, ist ein bedeutender Fortschritt für das Verständnis der gesundheitlichen Folgen von Übergewicht.

Unterschiede in der Stoffwechselgesundheit verstehen

Die Forschung zeigt ein faszinierendes Muster: Rund ein Viertel der stark übergewichtigen Menschen bleibt trotz ihres Gewichts stoffwechselgesund. Diese Entdeckung stellt bisherige Annahmen über Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten infrage. Die Studie identifiziert bestimmte biologische Marker, die dafür ausschlaggebend sein könnten, ob eine übergewichtige Person Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte entwickelt.

Geschlechtsspezifische Erkenntnisse

Eine wichtige Erkenntnis der Forschung sind deutliche Unterschiede in der Zellzusammensetzung von Männern und Frauen. Die Entdeckung eines einzigartigen Typs von Vorläuferzellen, der ausschliesslich im viszeralen Fettgewebe von Frauen vorkommt, liefert neue Einblicke darin, warum Männer und Frauen möglicherweise unterschiedlich Stoffwechselkrankheiten entwickeln. Dieses geschlechtsspezifische Verständnis könnte zu gezielteren Behandlungen und Massnahmen führen.

Schweizer Innovation für die globale Gesundheit

Diese Forschung zeigt, welche führende Rolle die Schweiz bei medizinischer Innovation und Forschung spielt. Die Zusammenarbeit der ETH Zürich mit internationalen Partnern belegt das Engagement des Landes, globale Gesundheitsprobleme anzugehen. Die Erkenntnisse könnten weitreichende Folgen für die personalisierte Medizin und die Behandlung von durch Übergewicht bedingten Krankheiten weltweit haben.