Wohltätigkeit
Glückskette sammelt über 4 Millionen Franken im Kampf gegen Kindsmissbrauch
Nationale Spendenkampagne erreicht wichtigen Meilenstein für Kinderschutzprojekte in der Schweiz und im Ausland

Die Glückskette, der humanitäre Arm der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), hat mit ihrer jüngsten Kampagne gegen Kindsmissbrauch einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht und 4,027 Millionen Franken (4,3 Millionen US-Dollar) gesammelt. Die fünftägige Spendenaktion vom 16. bis 20. Dezember 2024 stiess in der Schweizer Bevölkerung auf beispiellose Unterstützung. 190 prominente Persönlichkeiten beteiligten sich an mehr als 70 Stunden Live-Berichterstattung auf den Medienkanälen und Plattformen der SRG.
Wirkung und Ziele der Kampagne
Die neunte Ausgabe dieser wichtigen Kampagne widmete sich der Sensibilisierung für alle Formen von Kindsmissbrauch, darunter körperliche, sexuelle und psychische Gewalt. Die Glückskette betonte, dass Kindsmissbrauch in der Schweiz eine alarmierende Realität ist und jedes Jahr Tausende Kinder Gewalt und Missbrauch erleben. Besonders hervorgehoben wurde die Verletzlichkeit kleiner Kinder, denen es häufig an angemessenen Schutzeinrichtungen und Unterstützungssystemen fehlt.
Projekte im In- und Ausland
Die gesammelten Spenden werden strategisch in der Schweiz und international eingesetzt. Im Inland liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau von Notunterkünften und Unterstützungssystemen für Betroffene von Missbrauch sowie auf präventiven Massnahmen zur Unterstützung gefährdeter Familien. International erstreckt sich die Initiative auf die Sahelzone und Südasien, wo die Mittel gegen Frühverheiratung, Kinderarbeit und fehlenden Zugang zu Bildung eingesetzt werden. Dieser zweigleisige Ansatz gewährleistet einen umfassenden Kinderschutz im In- und Ausland.
Ausblick und weitere Unterstützung
Die intensive Kampagnenphase ist zwar abgeschlossen, doch die Glückskette nimmt weiterhin bis Ende Jahr Spenden entgegen. Diese anhaltende Unterstützung ist wichtig, insbesondere angesichts des Erfolgs der Kampagne im Vorjahr, die 5,4 Millionen Franken für den Zugang zu Bildung gesammelt hatte. Die Organisation setzt sich weiterhin konsequent für den Kinderschutz ein. Sie plant, die Unterstützungsangebote auszubauen und Präventionsmassnahmen gegen Kindsmissbrauch sowohl in der Schweiz als auch in den Zielregionen im Ausland zu verstärken.