Kultur
Der Schweizer Bildhauer Kurt Laurenz Metzler ist mit 83 Jahren gestorben
Der renommierte Künstler, bekannt für seine farbenfrohen Fiberglasskulpturen und die Serie «Motormenschen», hinterlässt der Schweizer Kunst ein bleibendes Vermächtnis

Der renommierte Schweizer Bildhauer Kurt Laurenz Metzler ist im Alter von 83 Jahren in Zürich gestorben. Damit geht eine Ära der Schweizer Gegenwartskunst zu Ende. Sein Sohn Lorenzo Metzler bestätigte, dass der Künstler am Freitagmorgen nach längerer Krankheit gestorben sei. Sein Vater sei bis zu seinen letzten Tagen kreativ tätig geblieben und habe «die Welt mit Würde verlassen». Metzler hinterlässt ein bedeutendes künstlerisches Vermächtnis, das sich über mehrere Kontinente und Jahrzehnte kreativen Schaffens erstreckt.
Frühes Leben und Ausbildung
Metzler wurde am 26. Januar 1941 in Balgach in der Ostschweiz geboren. Seine künstlerische Laufbahn begann an der renommierten Zürcher Kunstgewerbeschule. Seine frühen Berufsjahre waren von einer traditionellen Bildhauerausbildung geprägt. Dabei eignete er sich die Arbeit mit konventionellen Materialien wie Stein, Eisen, Metall und Bronze an. Diese Grundlagen prägten später seinen innovativen Zugang zur Bildhauerei, auch als er sich moderneren Materialien und Techniken zuwandte.
Künstlerische Laufbahn
In den 1970er-Jahren begann Metzler, mechanische Bestandteile in seine Skulpturen zu integrieren und schuf damit seine berühmte Serie «Motormenschen». Seine künstlerische Entwicklung setzte sich mit mehreren unverwechselbaren Serien fort, darunter «Grossstadtneurotiker», «Luftmenschen» und «Zeitungsleser». Metzlers charakteristischer Stil entwickelte sich durch den Einsatz von Fiberglas und Polyester. Diese Materialien ermöglichten ihm, farbenfrohe, zeitgenössische Skulpturen zu schaffen, die das Wesen des modernen urbanen Lebens einfingen.
Internationale Wirkung
Metzlers Einfluss reichte weit über die Schweizer Grenzen hinaus. Seine Skulpturen schmückten öffentliche und private Räume in Grossstädten auf der ganzen Welt, darunter Zürich, New York, Los Angeles und Singapur. 1989 liess er sich auch in Italien nieder und kaufte ein Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert in der Nähe von Siena. Daraus entwickelte sich der Kurt Laurenz Metzler Park, der 1997 für die Öffentlichkeit eröffnet wurde und von ursprünglich 4 Hektaren auf mehr als 70 Hektaren anwuchs. Ab Ende der 1980er-Jahre teilte Metzler seine Zeit zwischen Zürich und der Toskana auf und schuf so eine kulturelle Brücke zwischen seinen Schweizer Wurzeln und seiner Wahlheimat Italien.