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Swiss Observer

Schweizer Maschinenbau von globalem Nachfragerückgang getroffen

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie meldet einen anhaltenden Rückgang: Die Umsätze sanken um 2,2 Prozent und die Auftragseingänge um 4,5 Prozent. Unter den schwierigen Bedingungen auf den globalen Märkten gingen 3100 Arbeitsplätze verloren.

Schweizer Maschinenbau von globalem Nachfragerückgang getroffen
AISWI swissinfo.ch

Die Schweizer Maschinen- und Engineeringbranche kämpft mit einem anhaltenden Abschwung, der ihre Leistung erheblich beeinträchtigt. Die für Präzisionstechnik und hochwertige Fertigung bekannte Branche verzeichnet seit neun Quartalen in Folge einen kontinuierlichen Rückgang. Damit erlebt sie eine ihrer schwierigsten Phasen der jüngeren Geschichte. Dieser lang anhaltende Abschwung spiegelt sowohl die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten als auch spezifische Herausforderungen für Schweizer Hersteller wider.

Kennzahlen für das zweite Quartal 2025

Das zweite Quartal 2025 brachte besorgniserregende Entwicklungen für den Schweizer Maschinenbau. Die Umsätze sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent, während die Auftragseingänge um 4,5 Prozent zurückgingen. Noch alarmierender ist, dass das Auftragsvolumen gegenüber dem ersten Quartal 2025 stark um 13 Prozent sank. Dies deutet auf eine Beschleunigung des Rückgangs der Industrieaktivität hin. Die von Swissmem gemeldeten Zahlen zeichnen das Bild eines zunehmenden Drucks auf die finanzielle Lage der Branche.

Auswirkungen auf die Beschäftigung und Arbeitsplatzverluste

Der Abschwung der Branche hat erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigung: Rund 3100 Arbeitsplätze gingen verloren. Derzeit sind 324 600 Personen in der Branche beschäftigt. Dies widerspiegelt die schwierigen Anpassungen, die Unternehmen angesichts der sinkenden Nachfrage vornehmen. Der Beschäftigungsrückgang verdeutlicht die menschlichen Folgen der Schwierigkeiten der Branche und wirft Fragen dazu auf, ob sie ihre qualifizierten Arbeitskräfte halten kann.

US-Zölle und Herausforderungen im internationalen Handel

Die Einführung neuer US-Zölle von bis zu 39 Prozent ist zu einer zentralen Herausforderung für den Schweizer Maschinenbau geworden. Wie Swissmem-Präsident Martin Hirzel betonte, drohen diese «horrenden US-Zölle», die bestehende Industrierezession «massiv zu verschärfen». Die Zölle kommen zu einem ohnehin schwierigen Zeitpunkt und setzen Schweizer Exporteure sowie ihre Wettbewerbsposition auf dem Weltmarkt zusätzlich unter Druck.

Reaktion der Branche und Ausblick

Als Reaktion auf diese Herausforderungen fordert Swissmem aktiv staatliche Massnahmen und Unterstützung. Der Verband setzt sich für rasche Massnahmen im Inland ein, darunter den Abbau von Bürokratie, um die Bedingungen für die Exportindustrie zu verbessern und Arbeitsplätze zu schützen. Die unmittelbaren Aussichten bleiben schwierig, insbesondere angesichts der neuen US-Zölle. Die Branche konzentriert sich deshalb auf strategische Anpassungen und politische Reformen, um diese schwierige Phase zu bewältigen.