Tourismus
Schweizer Hotels steuern dank Erholung des Tourismus auf Rekordjahr zu
Im Juni stiegen die Logiernächte um 1,8 Prozent. Inländische Gäste führten das Wachstum mit 3 Prozent an. Dies deutet auf einen möglichen neuen Jahresrekord für die Schweizer Hotellerie hin.

Die Schweizer Hotellerie erlebt 2025 ein aussergewöhnliches Wachstumsjahr. Der Juni markierte einen weiteren Meilenstein bei der Erholung nach der Pandemie. Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) stiegen die Logiernächte gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent und erreichten allein im Juni 4,15 Millionen. Dank dieses anhaltenden Wachstumskurses könnte die Branche den bemerkenswerten Rekord von 42,8 Millionen Logiernächten aus dem Jahr 2024 übertreffen.
Das erste Halbjahr 2025 zeigte eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. In allen Monaten ausser im Februar wurde ein Wachstum verzeichnet. Im Januar ging es mit einem kräftigen Plus von 3,5 Prozent los, gefolgt von Zuwächsen im März (0,3 Prozent), April (4,4 Prozent) und Mai (1,7 Prozent). Den Abschluss bildete der starke Juni.
Inländische und internationale Gäste
Das Wachstum im Juni wurde vor allem vom Inlandtourismus getragen: Die Logiernächte von Schweizer Gästen nahmen kräftig um 3,0 Prozent auf 1,89 Millionen zu. Bei den internationalen Gästen fiel das Wachstum mit 0,9 Prozent bescheidener aus; auf sie entfielen 2,26 Millionen Logiernächte.
Unter den internationalen Gästen lagen die Amerikanerinnen und Amerikaner mit 477 411 Logiernächten an der Spitze, gefolgt von Gästen aus Deutschland (353 943) und Grossbritannien (149 727). Gäste aus Frankreich und Italien vervollständigten mit 110 322 beziehungsweise 66 157 Logiernächten die Top fünf. Im ersten Halbjahr 2025 entfielen 10,4 Millionen Logiernächte auf internationale Gäste, ein Plus von 3,0 Prozent. Die Nachfrage aus dem Inland ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,3 Prozent auf 10,0 Millionen Logiernächte zurück.
Analyse der regionalen Entwicklung
Die regionale Verteilung des Tourismuswachstums zeigt interessante Muster in der Schweiz. Graubünden erzielte mit einem beeindruckenden Plus von 11,8 Prozent das stärkste Wachstum und verzeichnete 387 286 Logiernächte. Auch das Tessin schnitt mit einem Plus von 4,2 Prozent gut ab und kam im Juni auf 284 623 Logiernächte.
Nicht alle Regionen verzeichneten ein Wachstum: In den Städten Zürich, Bern und Genf gingen die Zahlen leicht zurück. Dieses Muster deutet darauf hin, dass malerische und erholungsorientierte Reiseziele gegenüber städtischen Zentren mit geschäftlichem Schwerpunkt weiterhin bevorzugt werden.
Ausblick
Da die Logiernächte im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024 insgesamt um 1,4 Prozent zunahmen, ist die Schweizer Hotellerie gut aufgestellt, um einen neuen Jahresrekord zu erzielen. Das anhaltende monatliche Wachstum, die besonders starken Zahlen beim Inlandtourismus und die Erholung bei den internationalen Gästen sprechen für eine solide und nachhaltige Erholung.
Die Entwicklung der Branche deutet darauf hin, dass sich die strategische Positionierung der Schweiz als hochwertiges Tourismusziel weiterhin bei inländischen und internationalen Reisenden bewährt, trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten.