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Swiss Observer

Schweizer Hotels verzeichnen Rekord-Wintersaison

Die Schweizer Hotellerie verzeichnete im Winter 2024/25 mit 18,5 Millionen Logiernächten einen historischen Höchststand. Besonders stark wuchsen die städtischen Regionen, und auch bei den inländischen Buchungen wurde ein Rekord erzielt.

Schweizer Hotels verzeichnen Rekord-Wintersaison
AISWI swissinfo.ch

Die Schweizer Hotellerie hat in der Wintersaison 2024/25 einen beispiellosen Meilenstein erreicht: Zwischen November und April verzeichnete sie bemerkenswerte 18,5 Millionen Logiernächte. Dieses aussergewöhnliche Ergebnis entspricht einem deutlichen Wachstum von 2,8 Prozent und damit 479 000 zusätzlichen Logiernächten gegenüber der vorherigen Wintersaison. Das Bundesamt für Statistik (BFS) berichtet, dieser Erfolg markiere einen neuen Höchststand in der Geschichte der Schweizer Hotellerie und zeuge von der robusten Erholung und der wachsenden Attraktivität der Branche.

Inland- und Auslandtourismus

Die Rekordsaison war von einer starken Entwicklung sowohl auf dem Inland- als auch auf dem Auslandmarkt geprägt. Schweizer Gäste trugen mit 9,3 Millionen Logiernächten wesentlich dazu bei und stellten damit einen neuen Rekord im Inlandtourismus auf. Auf internationale Gäste entfielen 9,2 Millionen Logiernächte, so viele wie seit 17 Jahren nicht mehr. Diese ausgewogene Verteilung zwischen inländischen und ausländischen Gästen zeigt, wie attraktiv die Schweiz für beide Gruppen ist, und unterstreicht den Erfolg des Landes, seine Position als erstklassiges Tourismusziel zu behaupten.

Analyse der regionalen Entwicklung

Die städtischen Regionen erwiesen sich in der Wintersaison als wichtigste Wachstumstreiber. Zürich führte die städtischen Zentren mit einem Anstieg der Logiernächte um 5,4 Prozent an, während Basel mit einem aussergewöhnlichen Wachstum von 9,9 Prozent aufwartete. Auch Genf verzeichnete mit einem Plus von 4,2 Prozent eine starke Entwicklung. Im Gegensatz dazu fiel das Wachstum in den traditionellen Bergdestinationen bescheidener aus, was auf einen Wandel der Wintertourismusmuster hindeutet. Die monatliche Entwicklung schwankte im Saisonverlauf: Im Dezember stiegen die Logiernächte bemerkenswert um 7,0 Prozent, während sie im Februar leicht um 2,8 Prozent zurückgingen.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Ausblick

Die aussergewöhnliche Entwicklung der Schweizer Hotellerie in der Wintersaison hat erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Der ausgewogene Anteil inländischer und internationaler Gäste deutet auf ein nachhaltiges Tourismusmodell hin, das weniger anfällig für externe Schocks ist. Die starke Entwicklung in den städtischen Zentren zeigt, dass sich der Schweizer Tourismus über die traditionellen Wintersportdestinationen hinaus diversifiziert. Dadurch könnten sich neue Wachstumsmöglichkeiten für die Hotellerie eröffnen. Während sich die Branche weiterentwickelt, schafft diese Rekordsaison eine neue Ausgangsbasis für das künftige Wachstum und die Entwicklung des Schweizer Tourismus.