Umwelt
Schweizer Wälder wegen des Klimawandels in kritischem Zustand
Der Waldbericht 2025 zeigt die schwerwiegenden Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Schweizer Wälder im vergangenen Jahrzehnt. Einige Regionen befinden sich in einem kritischen Zustand und benötigen umgehend Anpassungsmassnahmen.

Die Schweizer Wälder stehen vor beispiellosen Herausforderungen. Das zeigt der neueste Waldbericht 2025, der gemeinsam vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) veröffentlicht wurde. Die umfassende Beurteilung zeigt, dass die Schweizer Wälder im vergangenen Jahrzehnt stark belastet wurden und mehrere Faktoren zu ihrem sich verschlechternden Zustand beigetragen haben.
Auswirkungen des Klimawandels
Der Bericht hebt die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse als eine der Hauptursachen für die Schädigung der Wälder hervor. Hitzewellen, längere Dürreperioden und heftige Stürme treten häufiger auf und setzen die Waldökosysteme einer beispiellosen Belastung aus. Diese klimabedingten Herausforderungen haben die natürlichen Abwehrkräfte der Bäume geschwächt und sie anfälliger für Schädlingsbefall und Krankheiten gemacht.
Regionale Unterschiede
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Schweizer Wälder unterscheiden sich regional deutlich. Besonders kritisch ist die Lage im Jura. Diese regionalen Unterschiede unterstreichen die Notwendigkeit lokal angepasster Bewirtschaftungsstrategien und Massnahmen. Der unterschiedliche Zustand der Wälder in den verschiedenen Regionen spiegelt das komplexe Zusammenspiel lokaler Umweltbedingungen und der Auswirkungen des Klimawandels wider.
Veränderungen der Biodiversität
Trotz der insgesamt schwierigen Bedingungen gibt es positive Entwicklungen bei der Biodiversität im Wald. Der Bericht vermerkt einen erfreulichen Anstieg der Bestände von Waldvögeln, Weichtieren und Moosen. Diese Verbesserung bei den Biodiversitätsindikatoren deutet darauf hin, dass sich einige Arten an die veränderten Bedingungen anpassen. Eine kontinuierliche Beobachtung bleibt jedoch unerlässlich.
Anpassungsmassnahmen
Der Waldbericht 2025 betont, dass dringend Anpassungsmassnahmen nötig sind, um das langfristige Überleben und die Funktionsfähigkeit der Schweizer Wälder sicherzustellen. Diese Massnahmen müssen darauf ausgerichtet sein, die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber dem Klimawandel zu stärken und gleichzeitig ihre wichtigen Aufgaben für den Erhalt der Biodiversität, den Schutz vor Naturgefahren und die nachhaltige Holzproduktion zu bewahren. Für die Umsetzung dieser Massnahmen ist eine Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden erforderlich.