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Swiss Observer

SWISS-Flug muss in Graz notlanden: Mehrere Passagiere werden behandelt

Ein Airbus A220 der SWISS mit 74 Passagieren an Bord musste nach Rauch im Cockpit in Graz notlanden. 17 Personen, darunter ein Crewmitglied, benötigten medizinische Hilfe; ein Crewmitglied wurde hospitalisiert.

SWISS-Flug muss in Graz notlanden: Mehrere Passagiere werden behandelt
AISWI swissinfo.ch

Ein Airbus A220 der SWISS musste am Montagabend nach Rauchentwicklung im Cockpit und in der Kabine am Flughafen Graz in Österreich notlanden. Das Flugzeug war auf einem Linienflug von Bukarest nach Zürich unterwegs und hatte zum Zeitpunkt des Vorfalls 74 Passagiere und fünf Crewmitglieder an Bord. Die Besatzung meldete technische Probleme und Rauch im Flugzeug. Die Notlandung gelang.

Auswirkungen auf Passagiere und Crew

Der Vorfall erforderte einen umfangreichen medizinischen Einsatz: 16 Personen benötigten sofortige medizinische Hilfe. Dazu gehörten zwölf Passagiere und vier Crewmitglieder, die nach der Evakuierung behandelt wurden. Der Zustand eines Crewmitglieds war so ernst, dass es mit einem Helikopter auf die Intensivstation geflogen werden musste. Am folgenden Tag waren noch zwei Crewmitglieder hospitalisiert. SWISS organisierte für alle betroffenen Passagiere eine Unterkunft in örtlichen Hotels und anschliessend einen Sonderflug für ihre Rückreise in die Schweiz.

Technische Untersuchung

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bestätigte, dass das technische Team von SWISS vor Ort ein technisches Problem festgestellt hatte. Die Ermittlungen werden gemeinsam von der österreichischen Sicherheitsuntersuchungsstelle und der örtlichen Staatsanwaltschaft geführt. Das Flugzeug bleibt bis zum Abschluss weiterer Untersuchungen am Boden. Die Hersteller des Flugzeugs und der Triebwerke wurden informiert. Der Vorfall weckt erneut Bedenken in Bezug auf Airbus-A220-Modelle, die mit Pratt-&-Whitney-Triebwerken ausgerüstet sind und in der Vergangenheit technische Probleme hatten. SWISS betreibt derzeit 30 A220, darunter 21 Langstrecken- und 9 Kurzstreckenversionen.

Reaktion und weitere Schritte von SWISS

SWISS reagierte rasch auf den Vorfall und organisierte für die betroffenen Passagiere umgehend Unterkünfte in Hotels in Graz. Die Fluggesellschaft organisierte einen Sonderflug, um die Passagiere an ihr Ziel Zürich zu bringen. Das Unternehmen steht in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden und hat eine gründliche Untersuchung des Vorfalls zugesichert. Der Flughafen Graz musste während des Rettungseinsatzes vorübergehend geschlossen werden. Der Betrieb wurde wieder aufgenommen, nachdem das Flugzeug von der Piste entfernt worden war. Der Umgang von SWISS mit der Situation zeigt das Engagement der Fluggesellschaft für die Sicherheit der Passagiere und eine transparente Betriebsführung.