Tourismus
Badrutt’s Palace in St. Moritz ist Hotel des Jahres 2026
Das historische Badrutt’s Palace erhält nach einem Renovierungs- und Erweiterungsprojekt im Umfang von 70 Millionen CHF die prestigeträchtige Auszeichnung «GaultMillau Hotel des Jahres 2026».

Eine enorme Investition von 70 Millionen CHF hat das legendäre Badrutt’s Palace zurück an die absolute Spitze der Schweizer Hotellerie katapultiert. Der Gastronomieführer GaultMillau hat das Wahrzeichen von St. Moritz offiziell zum Hotel des Jahres 2026 gekürt. Der Titel bestätigt eine ambitionierte Strategie, den Luxus im Oberengadin neu zu definieren. Das ist nicht bloss eine Auszeichnung, sondern eine Machtdemonstration in einem hart umkämpften Markt.
Seit 1896 gilt das Hotel als Hochburg der gehobenen Gesellschaft. Sich auf der eigenen Geschichte auszuruhen, kam jedoch nie infrage. Die Direktion investierte massiv, um das Haus zu modernisieren und sicherzustellen, dass es den hohen Ansprüchen der Superreichen gerecht wird. GaultMillau räumt ein, das Hotel sei «schon lange bereit» gewesen, doch die Dimensionen der jüngsten Erweiterung «Serla Wings» hätten Geduld erfordert. Nun, da das Band durchschnitten und die Millionen investiert sind, spielt das Badrutt’s Palace nicht einfach im Luxussegment mit, sondern gibt dort den Ton an.
Opulenz in jeder Hinsicht: Die Erweiterung Serla Wings
Das Warten hat ein Ende, und das Ergebnis ist schlicht spektakulär. Die «Serla Wings», das Herzstück der Renovierung im Umfang von 70 Millionen CHF, haben die architektonische Gestalt des Hotels grundlegend verändert. Der Neubau erweitert das Angebot um 25 äusserst luxuriöse Zimmer für Gäste, die bei Platz und Stil keine Kompromisse eingehen. GaultMillau verschob die Auszeichnung ausdrücklich, um die Fertigstellung dieser wichtigen Infrastruktur abzuwarten. Das zeigt: In St. Moritz zählt die Umsetzung ebenso viel wie der Ruf.
Auch abseits der Zimmer hat das Hotel seine Attraktivität im Sommer deutlich gesteigert. Ein neuer, grosszügiger Pool mit 200 Quadratmetern bildet nun den Mittelpunkt des Gartens und macht das Haus zu einem Ganzjahresziel. Während die Konkurrenz mit saisonalen Schwankungen zu kämpfen hat, hat das Badrutt’s Palace ein Resort geschaffen, das unabhängig von der Schneelage floriert. Auf 1850 Metern Höhe Einrichtungen dieser Qualität zu bauen, ist eine logistische Meisterleistung. Sie zeigt der Welt, dass die Grande Dame von St. Moritz lebendiger ist denn je.
Kulinarische Höhenflüge: Essen auf 1850 Metern
Während der Wintersaison prägen elf Restaurants die kulinarische Landschaft des Palace. Sie bilden ein gastronomisches Ökosystem, mit dem nur wenige Hotels auf der Welt mithalten können. An der Spitze steht ein Aushängeschild mit beachtlichen 16 GaultMillau-Punkten, das die Messlatte für alpine Gourmetküche hoch ansetzt. Es geht nicht bloss darum, Gäste zu verköstigen, sondern ihnen ein erstklassiges Erlebnis zu bieten, bei dem das Essen mit der atemberaubenden Aussicht auf das Engadin mithalten kann.
Das eigentliche Schauspiel spielt sich jedoch in der Lobby ab. GaultMillau beschreibt die ikonische Le Grand Hall als «eine Art Laufsteg für die Schönen, Reichen und Erfolgreichen». Hier zeigt sich die gesellschaftliche Rangordnung von St. Moritz in voller Pracht. Stammgäste wie der Modezar Giorgio Armani gehören hier zum Inventar. So wird selbst ein einfacher Nachmittagstee zum gesellschaftlichen Grossereignis. Das Palace ist das Wohnzimmer der globalen Elite und verbindet Spitzenküche mit unvergleichlichen Einblicken in die Welt der Prominenz.
Der Preis des Prestiges: Im Spielplatz der Milliardäre
Luxus hat seinen Preis, und das Badrutt’s Palace verlangt einige der höchsten Tarife der Schweiz. Für eine einzige Nacht im September kostet die exklusivste Suite stolze 13’500 CHF. Auch für das Einstiegsangebot braucht es ein gut gefülltes Portemonnaie: Ein einfaches Zimmer mit 46 Quadratmetern ist ab 1300 CHF zu haben. Diese Beträge zeugen vom unerschütterlichen Vertrauen in das Angebot und die Marke.
Um diese astronomischen Preise zu rechtfertigen, beschäftigt das Hotel ein Heer von 660 Mitarbeitenden. Die grosse Belegschaft ermöglicht ein Betreuungsverhältnis, durch das für Gäste, die es gewohnt sind, alles zu bekommen, scheinbar Unmögliches möglich wird. Während die Hotellerie in einer Zeit, in der vielerorts gespart wird, oft Abstriche macht, setzt das Badrutt’s Palace umso stärker auf seine Mitarbeitenden. Das Hotel des Jahres 2026 verkauft nicht einfach ein Bett, sondern makellose, personalintensive Perfektion für die obersten 0,1 Prozent.