Sport
St. Gallen verhängt Drohnenverbot für die Frauen-EM 2025
Die St. Galler Behörden kündigen während der bevorstehenden Spiele der Fussball-Europameisterschaft der Frauen ein vollständiges Drohnenverbot in einem Umkreis von 2 km um das Stadion an.

St. Gallen macht unerlaubten Aktivitäten aus der Luft einen Strich durch die Rechnung. Mit einer entschlossenen Massnahme zur Sicherung der bevorstehenden Frauen-EM 2025 haben die kantonalen Behörden eine absolute Flugverbotszone eingerichtet und damit den Luftraum über der Fussballarena der Stadt faktisch abgeriegelt. Dies ist keine Empfehlung, sondern eine strikte Sicherheitsvorgabe, die einen Radius von 2 Kilometern rund um das Stadion im Westen der Stadt umfasst.
Das Verbot gilt für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm und schafft einen umfassenden Schutzschild im Luftraum, der während des hochkarätigen Turniers Gefahren und Ablenkungen verhindern soll. Während Drohnenaufnahmen malerischer Landschaften in der ganzen Schweiz immer beliebter werden, stossen Pilotinnen und Piloten, die einen Blick auf das europäische Fussballgeschehen erhaschen wollen, auf eine unsichtbare Grenze. Die Botschaft der Kantonspolizei St. Gallen ist unmissverständlich: Der Luftraum dient ausschliesslich der Sicherheit des Anlasses. Diese einschneidende Einschränkung verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen moderner Verbrauchertechnologie und den strengen Sicherheitsanforderungen internationaler Sportveranstaltungen.
Null Toleranz: Fehlbaren drohen Beschlagnahmung und rechtliche Schritte
Die Behörden bluffen nicht. Die St. Galler Polizei hat ausdrücklich gewarnt, dass jeder Verstoss gegen diese vorübergehende Sperrung des Luftraums sofortige und schwerwiegende Folgen haben wird. Wer leichtsinnig genug ist, die Grenzen auszutesten, muss damit rechnen, dass die teure Ausrüstung vor Ort gestoppt und beschlagnahmt wird. Es gibt weder eine Verwarnung noch eine zweite Chance.
Zusätzlich zur Beschlagnahmung der Geräte werden die fehlbaren Personen verzeigt. Ihnen drohen mögliche rechtliche Konsequenzen, die den Wert der Luftaufnahmen bei Weitem übersteigen. Diese konsequente Durchsetzung spiegelt eine Null-Toleranz-Politik bei Sicherheitsverstössen während des Turniers wider. Die Anweisung gilt an den Daten 4., 9. und 13. Juli, damit der Himmel während jeder Spielminute frei bleibt. Mit der Androhung einer sofortigen Beschlagnahmung hält die Polizei die Drohnenflotte der Hobbyistinnen und Hobbyisten faktisch am Boden und stellt die Integrität der Spiele der Frauen-EM 2025 über die Rechte der Drohnenbetreibenden.
Der Rega-Faktor: Warum der Luftraum bereits eingeschränkt war
Während das Verbot für die Frauen-EM 2025 Schlagzeilen macht, ist der Luftraum über der St. Galler Arena schon heute eine sensible Zone. Das Stadion liegt im Einflussbereich einer wichtigen Rega-Basis. Deshalb gilt dort das ganze Jahr über ein permanentes Flugverbot für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von 250 Gramm oder mehr. Diese bestehende Einschränkung ist lebenswichtig und stellt sicher, dass Rettungshelikopter ungehinderten Zugang zum Luftraum haben.
Die neue Anordnung für das Turnier erweitert den Geltungsbereich und verschärft diese Regeln jedoch deutlich. Während die übliche Vorschrift schwerere Drohnen ins Visier nimmt, um katastrophale Zusammenstösse mit Rettungsflugzeugen zu verhindern, sieht die Vorgabe für die Frauen-EM 2025 ein «absolutes Flugverbot» für Luftfahrzeuge bis zu 25 Kilogramm vor. Diese vorübergehenden, strengen Einschränkungen kommen zu den bestehenden Sicherheitsvorschriften hinzu und schaffen rund um den Veranstaltungsort eine Art Festung. Das zeigt ein zweistufiges Sicherheitskonzept: eines zum dauerhaften Schutz der Schweizer Bevölkerung und eine zusätzliche Ebene zum Schutz und zur Wahrung des Ansehens des europäischen Fussballs.
Sicherung des Spielfelds: Drei entscheidende Daten für die Frauen-EM 2025
Die Daten sind im Kalender markiert, und der Anpfiff rückt näher. Das absolute Verbot konzentriert sich auf drei bestimmte Tage: 4. Juli, 9. Juli und 13. Juli. An diesen Tagen wird St. Gallen zur internationalen Bühne des Frauenfussballs. Die Behörden sorgen dafür, dass nichts die sportlichen Leistungen auf dem Platz in den Schatten stellt.
Diese gezielte Sperrung zeigt einen präzisen Ansatz bei der Veranstaltungssicherheit. Statt eines wochenlangen pauschalen Verbots sind die Einschränkungen genau auf den Spielplan abgestimmt. So werden die Anwohnerinnen und Anwohner möglichst wenig beeinträchtigt und gleichzeitig ist während der Zeiten mit den grössten Menschenansammlungen für maximale Sicherheit gesorgt. Während sich die Schweiz auf Tausende internationale Fans vorbereitet, wird die erfolgreiche Durchsetzung des Drohnenverbots zeigen, wie das Land mit dem Spannungsfeld zwischen moderner Technologie und Grossveranstaltungen umgeht. An drei Tagen im Juli werden in St. Gallen nur die Fussbälle fliegen.