Technologie
SpaceX plant grossen Ausbau in der Schweiz mit 40 Antennen
Elon Musks SpaceX beantragt die Genehmigung für einen bedeutenden Infrastrukturausbau in der Schweiz und schlägt die Installation von 40 Satellitenkommunikationsantennen in einem Schweizer Dorf vor.

Elon Musks SpaceX hat das kleine Schweizer Dorf Leuk im Kanton Wallis für ein bedeutendes Infrastrukturprojekt ins Auge gefasst: den Bau einer grossen Satelliten-Bodenstation. Das Vorhaben umfasst 40 Antennen für den Satelliten-Internetdienst Starlink und markiert eine strategische Erweiterung der Präsenz des Unternehmens in Europa. Damit wird die Schweiz zu einem wichtigen Akteur im globalen Kommunikationsnetzwerk von SpaceX und setzt einen bedeutenden Schritt im Engagement des Landes im aufstrebenden Weltraumtechnologiesektor.
Die Bodenstation: 40 Antennen in Leuk
Am 28. Mai reichte SpaceX beim Bundesamt für Kommunikation ein Gesuch für eine Baubewilligung für die Anlage ein. Der Plan sieht die Installation von 40 Antennen für niedrige Erdumlaufbahnen (LEO) vor, die jeweils rund 2,5 Meter hoch sind. Diese Antennen sind wichtige Bestandteile des Starlink-Netzwerks: Sie dienen als Zwischenstationen und leiten Signale zwischen den umlaufenden Satelliten und der terrestrischen Internetinfrastruktur weiter. Dadurch wird der Hochgeschwindigkeits-Internetzugang mit geringer Latenz ermöglicht, den Starlink anbietet. Die Wahl von Leuk als Standort für diese «bedeutende Bodenstation» unterstreicht die geografischen und logistischen Vorteile des Schweizer Standorts.
Europäischer Knotenpunkt: Leuks Platz im globalen Netzwerk
Wird das Projekt genehmigt, wird Leuk die erste Starlink-Bodenstation in der Schweiz beherbergen. Mit 40 Antennen wäre die Anlage eine der grössten in Europa und würde andere bedeutende Stationen auf dem Kontinent übertreffen. Zum Vergleich: Bestehende Starlink-Standorte im Vereinigten Königreich, etwa in Fawley und Woodwalton, verfügen jeweils über 32 Antennen. Der Umfang der geplanten Station in Leuk verdeutlicht ihre strategische Bedeutung innerhalb des globalen Starlink-Netzwerks mit rund 150 Bodenstationen. Damit würde die Schweiz zu einem zentralen Knotenpunkt für die Satellitenkommunikation in Europa.
Willkommen vor Ort: Wirtschaftliche Hoffnungen im Wallis
Aus lokaler Schweizer Sicht ist das Projekt auf beträchtlichen Optimismus gestossen. Alain Bregy, der Gemeindepräsident von Leuk, hat die Aussicht begeistert begrüsst und das mögliche wirtschaftliche Potenzial für die Gemeinde hervorgehoben. «Leuk hat nicht viele Unternehmen, und die Steuern von SpaceX werden unsere Wirtschaft stärken», sagte Bregy. Er fügte hinzu: «SpaceX kann hier einen grossen Unterschied machen.» Diese Haltung spiegelt die Hoffnung wider, dass die Hightech-Investition nicht nur Steuereinnahmen, sondern auch Prestige und mögliche Folgechancen für die Region mit sich bringt. Sie passt zum Ruf der Schweiz als innovativer Standort mit wertschöpfungsstarken Branchen.
Wie es weitergeht: Zeitplan und Bewilligungen
Das Projekt befindet sich nun in der öffentlichen Auflage. Einwohnerinnen und Einwohner sowie weitere Betroffene haben bis zum 28. Juni Zeit, formelle Einsprachen gegen den Plan einzureichen. Sollte das Projekt das Bewilligungsverfahren ohne erhebliche Opposition oder Verzögerungen durchlaufen, ist der Zeitplan für die Umsetzung ambitioniert. SpaceX rechnet damit, dass die Starlink-Bodenstation in Leuk bereits im kommenden Herbst vollständig betriebsbereit sein könnte. Dieser rasche Zeitplan ist typisch für das operative Tempo von SpaceX und würde, falls er eingehalten wird, eine schnelle und bedeutende Erweiterung der digitalen und Weltrauminfrastruktur der Schweiz darstellen.