Wirtschaft
Roche erzielt 2025 starken Umsatz von über 61 Milliarden Franken
Der Basler Pharmakonzern Roche gab bekannt, dass 2025 erfolgreich verlief: Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf 61,5 Milliarden Franken. Das Unternehmen meldete einen Reingewinn von 13,8 Milliarden Franken, deutlich mehr als im Vorjahr.

Basels Pharmariese hat eine finanzielle Glanzleistung erbracht und mit einem beeindruckenden Reingewinn von 13,8 Milliarden Franken für 2025 frühere Gewinnrekorde übertroffen. Das ist ein gewaltiger Sprung gegenüber den 9,2 Milliarden Franken, die 2024 verbucht wurden. Damit zeigt Roche, dass der Konzern den Schwankungen des globalen Marktes nicht nur standhält, sondern sie für sich nutzt. Der ausgewiesene Umsatz von 61,5 Milliarden Franken entspricht einem soliden Anstieg um 2 Prozent in Schweizer Franken. Die eigentliche Geschichte liegt jedoch im währungsbereinigten Wachstum: Dieses stieg um 7 Prozent und erreichte damit genau die ehrgeizigen Ziele im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Das Unternehmen führt den deutlichen Gewinnsprung auf die starke operative Leistung und günstige Basiseffekte zurück, nachdem hohe Wertminderungen das Ergebnis 2024 belastet hatten. Der Kernbetriebsgewinn, eine von internationalen Finanzkreisen besonders genau beobachtete Kennzahl, stieg um solide 5 Prozent. Während Wettbewerber in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld den Gürtel enger schnallen, spielt Roche seine finanzielle Stärke aus und beweist einmal mehr, dass der Ausblick vom Roche-Turm klar bleibt. Das Unternehmen ist mit neuem Elan unterwegs und hat die Belastungen des Vorjahres hinter sich gelassen, um seine Stellung als eine tragende Säule der Schweizer Wirtschaft zu bekräftigen.
Starke Pharmasparte gleicht Rückgang in der Diagnostik aus
Der unbestrittene Motor dieses finanziellen Erfolgs ist die Pharmasparte. Ihr Umsatz stieg auf 47,7 Milliarden Franken, ein Plus von 3 Prozent, das die anhaltend hohe Nachfrage nach den innovativen Therapien von Roche unterstreicht. Während die Pharmasparte ihre Stärke ausspielt, kämpft die Diagnostiksparte mit erheblichen Gegenwinden. Ihr Umsatz sank um 3 Prozent auf 13,8 Milliarden Franken. Dieser Rückgang verdeutlicht, wie stark die Beschaffung im globalen Gesundheitswesen schwanken kann.
Der Grund für den Rückgang im Diagnostikgeschäft ist klar: China. Das Unternehmen nannte die «volumenorientierte Beschaffung» auf dem chinesischen Markt ausdrücklich als wesentliche Wachstumsbremse. Diese zentralisierte Einkaufsstrategie hat Margen und Absatzmengen unter Druck gesetzt und zwingt Roche, sich in einem komplexen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld in Asien zurechtzufinden. Die enorme Grösse der Pharmasparte hat den Konzern jedoch wirksam vor diesen regionalen Erschütterungen geschützt. Der Kontrast ist deutlich: Während die eine Sparte im Osten um Marktanteile kämpft, erwirtschaftet die andere mit ihrem globalen Medikamentenportfolio weiterhin hohe Gewinne. Das zeigt den Wert des diversifizierten Konzernmodells von Roche.
Höhere Dividende trotz Skepsis der Analysten
Trotz der beeindruckenden Schlagzeilenzahlen geben sich die Wall Street und Zürich nicht leicht zufrieden. Die gemeldeten Ergebnisse lagen leicht unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Das erinnert daran, dass selbst Gewinne in Milliardenhöhe am Markt zu wenig sein können, wenn es um die hohen Einsätze in der Pharmaindustrie geht. Die Roche-Geschäftsleitung lässt sich von den Kommentaren der Analysten jedoch nicht beirren und belohnt stattdessen direkt die treue Anlegerbasis.
Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen eine erhöhte Dividende von 9.80 Franken pro Aktie erhalten, gegenüber 9.70 Franken im Vorjahr. Diese Erhöhung ist ein klares Signal für langfristige Stabilität und eine starke Mittelgenerierung. Sie festigt den Ruf von Roche als zuverlässige Dividendenzahlerin im Swiss Market Index (SMI). Während Analysten in ihren Prognosemodellen womöglich über Abweichungen bei Dezimalstellen diskutieren, spricht der Entscheid des Verwaltungsrats, die Ausschüttung zu erhöhen, deutlicher als jeder Research-Bericht. Er zeigt, dass sich das Unternehmen verpflichtet sieht, den Eigentümerinnen und Eigentümern einen Mehrwert zurückzugeben, auch während es sich mit den Herausforderungen der internationalen Devisenmärkte und den wechselnden Beschaffungsrichtlinien auseinandersetzt.
Ausblick 2026: Schinecker setzt auf ambitioniertes Wachstum
CEO Thomas Schinecker gibt sich nicht mit dem Erreichten zufrieden. Mit Blick auf 2026 hat die Führung ein ambitioniertes Ziel gesetzt und rechnet trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten mit weiterem Wachstum. Die Prognose ist klar: Roche erwartet bei konstanten Wechselkursen einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich und will damit die 2025 aufgebaute Dynamik beibehalten.
Noch wichtiger für die Anlegerinnen und Anleger sind die Gewinnaussichten. Der Kerngewinn pro Aktie dürfte im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Diese Zuversicht für die Zukunft deutet darauf hin, dass Roche über eine Pipeline verfügt, die Ergebnisse liefern kann, und eine Strategie hat, um die anhaltende Belastung durch den chinesischen Diagnostikmarkt abzufedern. Während Basel beobachtet, wie sein Unternehmensriese ins neue Geschäftsjahr startet, ist die Botschaft eindeutig: Roche ist auf Wachstumskurs. Der Konzern will seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten nutzen, um die nächste Welle des Schweizer Industrieerfolgs voranzutreiben und 2026 zu einem weiteren Rekordjahr zu machen.