Gesundheitswesen
Rega plant grossen Umzug in die Zentralschweiz
Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega kündigt an, ihren Hauptsitz von Zürich nach Kägiswil im Kanton Obwalden zu verlegen. Davon sind 200 Mitarbeitende betroffen. Der Umzug bedeutet eine bedeutende betriebliche Veränderung.

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat ambitionierte Pläne angekündigt, ihren Hauptsitz vom Flughafen Zürich nach Kägiswil im Kanton Obwalden zu verlegen. Dieser bedeutende Schritt, den Rega-CEO Ernst Kohler bestätigte, betrifft rund 200 Mitarbeitende und stellt eine der grössten organisatorischen Veränderungen in der jüngeren Geschichte des Unternehmens dar. Der Umzug umfasst nicht nur den Wartungsbetrieb, sondern auch den Hauptsitz, die Verwaltung, die nationale Helikopter-Einsatzzentrale der Rega sowie den Sitz der Schweizerischen Rettungsflugwacht.
Vorteile des strategischen Standorts
Die Wahl von Kägiswil in der Zentralschweiz als neuer Standort des Hauptsitzes ist von strategischer Bedeutung. Laut CEO Kohler gibt es in der Region bereits zahlreiche spezialisierte Luftfahrtunternehmen und Ausbildungsstätten für Fachkräfte der Luftfahrt. Der Kanton Obwalden hat das Vorhaben stark unterstützt: Der Kantonsrat hat die nötigen Vorstösse für die Einrichtung eines Wartungszentrums der Rega gutgeheissen. Während die Jetflotte voraussichtlich am Flughafen Zürich bleiben wird, soll der zentrale Standort die betriebliche Effizienz der Helikopterrettungsdienste verbessern.
Auswirkungen auf die Mitarbeitenden und Unterstützungsmassnahmen
Die Rega ist sich der erheblichen Auswirkungen auf ihre Belegschaft bewusst und hat umfassende Unterstützungsmassnahmen für die betroffenen Mitarbeitenden vorgestellt. Geplant ist ein eigener Busdienst, der alle 15 Minuten vom Bahnhof Sarnen zum neuen Hauptsitz fährt. Weitere Unterstützung für die Mitarbeitenden umfasst die Prüfung hybrider Arbeitsmodelle und den Bau eines Restaurants, das sowohl dem Personal als auch der Öffentlichkeit offenstehen soll. CEO Kohler betonte das Engagement der Organisation, Kägiswil zu einem attraktiven Arbeitsort zu machen, und räumte zugleich ein, dass die Umstellung eine gewisse Eingewöhnungszeit erfordern werde.
Zeitplan und Umsetzung
Für das Umzugsprojekt gilt ein verbindlicher Zeitplan: Die Rega muss ihren heutigen Hauptsitz am Flughafen Zürich bis Ende 2030 verlassen. Der Übergangsprozess hat bereits begonnen. Zu den wichtigen Meilensteinen zählen die Zustimmung des Obwaldner Kantonsrats und der befristete Mietvertrag für ein Gebäude, den das Bundesamt für Rüstung bis September 2025 gewährt hat. Wichtige Entscheide zur Weiterführung des zivilen Flugbetriebs werden bis Mitte 2025 erwartet. Armasuisse spielt eine zentrale Rolle dabei, die verschiedenen betrieblichen Bedürfnisse am Standort aufeinander abzustimmen.