Tourismus
Rekordwinter für Schweizer Skigebiete
Schweizer Skigebiete melden 12 Prozent mehr Gäste, die Waadtländer und Freiburger Alpen verzeichnen das stärkste Wachstum

Der Schweizer Wintertourismus erholt sich nicht nur, sondern floriert mit unübersehbarer Dynamik. Die neuesten Zahlen von Seilbahnen Schweiz zeigen, dass die Gästezahlen bis Ende März gegenüber dem Vorjahr um bemerkenswerte 12 Prozent gestiegen sind. Das signalisiert die definitive Rückkehr zur früheren Stärke des Alpenlandes. Dieser zweistellige Zuwachs zerstreut die jüngsten Befürchtungen einer Stagnation und zeigt, dass die Anziehungskraft der Schweizer Pisten weiterhin ein starker Wirtschaftsmotor ist.
Die Betreiber im ganzen Land feiern eine Saison mit hoher Auslastung und regem Betrieb. Die Saison 2024/25 brachte genau das, was die Branche dringend benötigte: konstant hohe Gästezahlen. Das ist keine lokale Ausnahme: In jeder einzelnen Region der Schweiz wurde ein Wachstum verzeichnet. Das zeichnet das Bild einer gesunden Branche in ihrer ganzen Breite. Von den hoch gelegenen Gipfeln bis zu den Talsohlen drehten die Drehkreuze ununterbrochen und brachten dringend benötigtes Kapital in die Bergwirtschaft.
Kleine schlagen die grossen Skigebiete
In einer überraschenden Wendung haben die traditionellen Schwergewichte des Schweizer Skisports schlechter abgeschnitten als ihre westlichen Pendants. Während die bekannten Destinationen im Wallis und in Graubünden respektable Zuwächse von 9 beziehungsweise 3 Prozent verzeichneten, liegt die eigentliche Nachricht im explosionsartigen Wachstum der Waadtländer und Freiburger Alpen. Dort stiegen die Gästezahlen massiv um 29 Prozent, womit diese Regionen das landesweite Wachstum anführten.
Die Zentralschweiz folgte mit einem beachtlichen Anstieg von 20 Prozent, während das Berner Oberland ein beeindruckendes Plus von 18 Prozent erzielte. Diese Zahlen zeigen eine deutliche Veränderung im Verhalten der Skifahrerinnen und Skifahrer in dieser Saison. Die starke Entwicklung der Waadtländer und Freiburger Regionen deutet darauf hin, dass Skifahrerinnen und Skifahrer gerne auch Ziele ausserhalb der grossen internationalen Resorts erkunden, wenn die Bedingungen stimmen. Der Unterschied zwischen den Wachstumsraten, 29 Prozent gegenüber 3 Prozent in Graubünden, unterstreicht, wie wichtig in dieser dynamischen Saison die Erreichbarkeit und der regionale Charme für die Gewinnung von Marktanteilen waren.
Ideale Bedingungen für hohe Gewinne
Der Erfolg der Skibranche hängt untrennbar von den Launen der Natur ab, und dieses Jahr bewies Mutter Natur perfektes Timing. Der wichtigste Grund für den Erfolg dieser Saison waren reichliche Schneefälle in Verbindung mit günstiger Witterung an wichtigen Wochenenden. Seilbahnen Schweiz führt die boomenden Zahlen direkt auf diese idealen Bedingungen zurück: viel Schnee und blauer Himmel, wenn die Berufstätigen frei hatten.
Der Schnee fiel zum perfekten Zeitpunkt und sorgte während der wirtschaftlich besonders wichtigen Schulferien für ausgezeichnete Pistenverhältnisse. Das Zusammenspiel von Wetterglück und Ferienplanung führte zu möglichst vielen Buchungen, als die Preise am höchsten waren. Es ist eine deutliche Erinnerung daran, dass Infrastruktur und Marketing zwar entscheidend sind, die Schweizer Winterwirtschaft letztlich aber vom Wetter abhängt. In dieser Saison schufen die Wetterbedingungen ein Zeitfenster für hohe Gewinne, das die Betreiber voll nutzten.
Wiederaufleben lokaler Skigebiete
Die wohl wichtigste Erkenntnis aus dem Bericht von Seilbahnen Schweiz ist das Wiederaufleben der tiefer gelegenen Regionen. Diese Gebiete leiden in wärmeren Wintern oft als Erste, blühten 2024/25 jedoch auf. Möglich machten dies ergiebige Schneefälle, die bis in die Talsohlen reichten. Diese Erholung ist für das Ökosystem des Schweizer Tourismus wichtig, denn sie unterstützt die vielen kleinen Unternehmen, die das Rückgrat der lokalen Wirtschaft bilden.
Vor allem Familien kehrten in grosser Zahl in diese kleineren, familiäreren Skigebiete zurück. Die Zahlen bestätigen, dass die Gäste bei guten Schneeverhältnissen die gute Erreichbarkeit und den Charme kleinerer Destinationen sehr schätzen. Das stellt die Behauptung infrage, dass der Skisport in tiefer gelegenen Gebieten keine Zukunft habe. Vielmehr zeigt sich, dass die Nachfrage gross bleibt, wenn die Bedingungen stimmen. Mit Blick auf den nächsten Winter steht diese Saison für die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Skibranche in allen Höhenlagen, nicht nur auf den Gipfeln.