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Swiss Observer

Paulo-Coelho-Museum eröffnet diesen September in Genf

Der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho kündigt ein neues Museum in Genf an. Zu sehen sind persönliche Gegenstände, darunter die Schreibmaschine, auf der er «Der Alchimist» geschrieben hat.

Paulo-Coelho-Museum eröffnet diesen September in Genf
AISWI swissinfo.ch

Diesen September eröffnet in Genf eine neue Kulturinstitution: ein Museum, das dem weltbekannten brasilianischen Autor Paulo Coelho gewidmet ist. Nachdem er über fünfzehn Jahre in der Stadt gelebt hat, richtet der gefeierte Autor von «Der Alchimist» einen dauerhaften Ort ein, an dem sein Leben und Werk präsentiert werden. Damit erhält die lebendige Genfer Kunstszene eine bedeutende Attraktion. Das Museum befindet sich unweit der historischen russisch-orthodoxen Kirche der Stadt und dürfte sowohl literarische Pilgerinnen und Pilger als auch Touristinnen und Touristen anziehen.

Eine Reise durch ein bewegtes Leben

Das Museum bietet einen tiefen Einblick in die bewegte und faszinierende Lebensgeschichte des Autors. Die Ausstellungen führen durch Coelhos prägende Jahre, darunter seine Unterbringung als Jugendlicher in einer psychiatrischen Klinik, sein Eintauchen in die Hippie-Gegenkultur der 1960er-Jahre und seine Reisen durch Südamerika und Europa. Ein besonders eindrücklicher Abschnitt widmet sich seiner kurzen Inhaftierung und Folter während der brasilianischen Diktatur in den 1970er-Jahren. Weiter erzählt die Ausstellung von seinem spirituellen Erwachen auf der Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Diese Reise gab den kreativen Anstoss zu seinem ersten Roman «Auf dem Jakobsweg» (1987).

Die Schreibmaschine von «Der Alchimist»

Ein Herzstück der Sammlung ist jene Schreibmaschine, auf der Paulo Coelho sein Hauptwerk «Der Alchimist» verfasste. Der 1988 veröffentlichte Roman wurde weltweit bekannt und festigte Coelhos Ruf als einer der meistübersetzten Autoren der Geschichte. Dieses ikonische Ausstellungsstück schafft eine greifbare Verbindung zur Entstehung eines Buches, das Millionen von Leserinnen und Lesern weltweit berührt hat. Damit wird das Museum zu einem Muss für die grosse internationale Fangemeinde des Autors.

Ein künstlerischer Rückzugsort für die Familie

Das Museum ist ein gemeinsamer kreativer Ort für die Familie Coelho. Das oberste Stockwerk mit drei Galerien ist den farbenfrohen und ausdrucksstarken Gemälden von Coelhos Frau Christina Oiticica gewidmet. Das Paar, das in Genf geheiratet hat, ist eng mit der Stadt verbunden. Die einzigartige Verbindung von Literatur und bildender Kunst vermittelt einen umfassenderen Einblick in das künstlerische Umfeld, das die beiden gemeinsam geschaffen haben.

Coelhos Schweizer Kapitel

Paulo Coelho lebt seit über fünfzehn Jahren in Genf und ist eine bekannte Persönlichkeit der Schweizer Kulturlandschaft. Mit der Entscheidung, sein persönliches Museum in seiner Wahlheimat einzurichten, unterstreicht er seine enge Verbundenheit mit der Schweiz. Neben seinen literarischen Erfolgen ist Coelho auch ein einflussreicher digitaler Akteur mit allein auf Facebook über 30 Millionen Followern. Sein beträchtliches Vermögen wurde 2021 vom Schweizer Magazin Bilan auf 500 bis 600 Millionen Franken geschätzt. Das neue Museum würdigt nicht nur sein Vermächtnis, sondern festigt auch seine anhaltende Verbindung zu Genf.