Sport
Neuer Fussballcampus soll die Schweizer Sportinfrastruktur verändern
Thun wurde als Standort für den neuen Campus «Swiss Football Home» ausgewählt, der zum nationalen Fussballzentrum werden soll.

Die Schweiz will ihre Sportinfrastruktur mit dem ambitionierten Campusprojekt «Swiss Football Home» in Thun ausbauen. Die wegweisende Anlage wird als neuer nationaler Hauptsitz des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) dienen und einen bedeutenden Meilenstein in der Sportgeschichte des Landes darstellen. Das Projekt ist ein strategischer Schritt, um die Tätigkeiten des Schweizer Fussballs zu zentralisieren und eine hochmoderne Anlage zu schaffen, die internationalen Standards entspricht.
Standort und strategische Bedeutung
Thun wurde nach sorgfältiger Prüfung verschiedener konkurrierender Standorte als Standort für dieses renommierte Projekt ausgewählt. Die Nähe zum heutigen SFV-Hauptsitz in Muri bei Bern erwies sich als wichtiger Faktor im Entscheidungsprozess. Der Standort bietet strategische Vorteile, darunter eine ausgezeichnete Erreichbarkeit und das Potenzial für Synergien mit bestehenden Sportanlagen, insbesondere dem Stadion des FC Thun. Am Tor zum Berner Oberland gelegen, verspricht das Areal, zu einem zentralen Treffpunkt für den Schweizer Fussball zu werden und zugleich eine eindrückliche Aussicht auf die Alpen zu bieten.
Anlagen und Infrastruktur
Das «Swiss Football Home» ist als umfassender Sportkomplex mit mehreren hochmodernen Anlagen konzipiert. Der Campus wird professionelle Trainingsplätze für alle Nationalteams, eigens vorgesehene Bereiche für internationale Spiele sowie spezialisierte Einrichtungen für die Ausbildung von Schiedsrichtern und Trainern umfassen. Zur Infrastruktur gehören moderne Garderoben, fortschrittliche Fitnesszentren und professionelle Behandlungsräume. Ausserdem wird der Komplex den neuen SFV-Hauptsitz beherbergen und so Fussballverwaltung und Training miteinander verbinden. Die Anlage ist so gestaltet, dass sie auch der Öffentlichkeit und lokalen Vereinen zugänglich ist und die Einbindung der Bevölkerung in den Schweizer Fussball fördert.
Finanzielle Investitionen und Unterstützung
Das Projekt hat beträchtliche finanzielle Unterstützung von regionalen und lokalen Behörden erhalten und zeugt damit von einer starken Unterstützung durch die öffentliche Hand. Die Kantonsregierung hat einen Investitionsbeitrag von 7,5 Millionen Franken zugesagt, vorbehaltlich der Zustimmung des Grossen Rates, sowie ein zusätzliches zinsloses Darlehen in gleicher Höhe. Die Stadt Thun hat sich mit der Bewilligung von Darlehen für erste Planungsarbeiten ebenfalls zum Projekt bekannt und wird der Gemeindeversammlung einen Antrag zur Abgabe des Landes im Baurecht vorlegen. Dieser solide finanzielle Rahmen sichert die Realisierbarkeit und die langfristige Tragfähigkeit des Projekts.
Auswirkungen und Zukunftsperspektiven
Die Errichtung des Swiss Football Home dürfte weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung des Schweizer Sports haben. Die Anlage soll nicht nur als nationaler Fussballhauptsitz dienen, sondern auch sportliche Spitzenleistungen und die Einbindung der Bevölkerung fördern. Der Campus wird die Fähigkeit der Schweiz stärken, internationale Trainingslager und Veranstaltungen auszurichten, und könnte den Sporttourismus in der Region ankurbeln. Durch die Verbindung mit bestehenden Anlagen und die Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit und lokale Vereine wird der Campus zu einem wertvollen Angebot für die gesamte Gemeinschaft und zur breiteren Entwicklung des Schweizer Fussballs auf allen Ebenen beitragen.