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Swiss Observer

Grosse europäische Dark-Web-Razzia führt zu Festnahme in der Schweiz

Schweizer Behörden beteiligen sich an einer multinationalen Operation gegen Dark-Web-Marktplätze. Dabei kam es zu zahlreichen Festnahmen und zur Beschlagnahmung illegaler Güter.

Grosse europäische Dark-Web-Razzia führt zu Festnahme in der Schweiz
AISWI swissinfo.ch

Europäische Behörden haben einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen Cyberkriminalität erzielt: Sie führten eine gross angelegte Operation mit dem Codenamen «RapTor» gegen kriminelle Netzwerke im Dark Web durch. Die Operation erstreckte sich über 270 illegale Websites und war eine der grössten koordinierten Aktionen gegen Dark-Web-Marktplätze. Zu den Hauptzielen gehörten berüchtigte Plattformen wie Nemesis, Tor2Door, Bohemia und Kingdom Markets, die als bekannte Umschlagplätze für illegale Aktivitäten gelten.

Beteiligung der Schweiz und Festnahme

Die Schweiz spielte bei dieser internationalen Operation eine wichtige Rolle: Die Behörden nahmen auf Schweizer Gebiet einen Verdächtigen fest. Die Festnahme unterstreicht das Engagement der Schweiz im Kampf gegen Cyberkriminalität und ihre aktive Beteiligung an internationalen Strafverfolgungsmassnahmen. Der Schweizer Verdächtige wurde im Rahmen der Ermittlungen zu mehreren Dark-Web-Marktplätzen identifiziert, auf denen ausgeklügelte Verschlüsselungstools und Kryptowährungstransaktionen eingesetzt wurden, um illegale Aktivitäten zu verschleiern.

Ergebnisse und Beschlagnahmungen

Die Operation brachte bedeutende Ergebnisse: Die Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmten eine beeindruckende Menge illegaler Güter und Vermögenswerte. Über 180 Schusswaffen wurden sichergestellt, ebenso mehr als zwei Tonnen verschiedener illegaler Drogen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Behörden Bargeld und Kryptowährungswerte im Gesamtwert von 184 Millionen Euro sicherstellten. Dies verdeutlicht das beträchtliche finanzielle Ausmass dieser kriminellen Aktivitäten. Die Beschlagnahmungen stellen einen erheblichen Schlag gegen das illegale Marktplatz-Ökosystem im Dark Web dar.

Internationale Zusammenarbeit

Der Erfolg der Operation RapTor zeigt, wie wirkungsvoll die internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden ist. Zehn Länder beteiligten sich an der koordinierten Aktion, darunter Deutschland, Frankreich, Österreich, Grossbritannien und die Vereinigten Staaten sowie die Schweiz. Diese länderübergreifende Zusammenarbeit war entscheidend, um komplexe kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die über Grenzen hinweg operierten. Die Operation zeigt, wie wirksam koordinierte internationale Massnahmen der Strafverfolgung bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität sein können.