Kultur
Die historische Luzerner Fasnacht kehrt mit 25'000 Fasnächtlern zurück
Die traditionellen Feierlichkeiten am «Schmutzigen Donnerstag» markieren den Beginn der Luzerner Fasnacht. Die vorösterliche Festzeit zieht riesige Menschenmengen an und bietet Guggenmusiken sowie kreative Kostüme.

Die renommierte Luzerner Fasnacht, einer der mit grösster Spannung erwarteten Kulturanlässe der Schweiz, kehrte triumphal zurück: Schätzungsweise 25'000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler strömten durch die Strassen der historischen Stadt. Die vorösterlichen Feierlichkeiten, die tief im Schweizer Kulturerbe verwurzelt sind, begannen am «Schmutzigen Donnerstag» auf traditionelle Weise. Damit starteten sechs Tage farbenfroher Festlichkeiten, bei denen die Schweizer Fasnachtstraditionen im Mittelpunkt stehen.
Der traditionelle Auftakt mit dem «Urknall»
Punkt 5 Uhr morgens erwachte die Fasnacht mit dem legendären «Urknall», der über den Vierwaldstättersee hallte. In einer sorgfältig inszenierten Abfolge wurden kurz zuvor die Lichter am Seeufer der Stadt gelöscht, bevor ein spektakuläres Feuerwerk den Himmel in der Morgendämmerung erhellte. Diese jahrhundertealte Tradition, die von der historischen Zunft zu Safran organisiert wird, markiert den offiziellen Beginn der Fasnachtszeit. Unmittelbar darauf folgten die ersten Auftritte der beliebten Guggenmusiken.
Kulturelle Bedeutung und Traditionen
Die Fasnacht, organisiert von der 600 Jahre alten Zunft zu Safran, ist ein wichtiger Teil des Schweizer Kulturerbes. Der Begriff «Schmutziger Donnerstag» hat im Schweizerdeutschen eine historische Bedeutung: Er bezieht sich auf den traditionellen Verzehr fetter Würste durch die Luzerner katholische Bevölkerung vor der Fastenzeit. Das Fest verbindet religiöse Tradition und kulturelle Feierlichkeiten auf natürliche Weise. Dazu gehören die charakteristischen Guggenmusiken und aufwendigen Kostüme, die zum Inbegriff der Schweizer Fasnacht geworden sind.
Beteiligung der Gemeinschaft und Sicherheit
Die Rückkehr der Fasnacht zeigte eine starke Beteiligung der Gemeinschaft: 25'000 Personen nahmen an den Eröffnungsfeierlichkeiten teil. Polizeisprecher Yanik Probst sagte, «die ersten Stunden der Fasnacht verliefen sehr friedlich», und hob damit den gut organisierten Ablauf dieses grossen Kulturanlasses hervor. Das Fest stärkt weiterhin den Zusammenhalt in der Gemeinschaft und bringt Menschen jeden Alters zusammen. Es verbindet dabei vergangene und heutige Schweizer Traditionen.