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Swiss Observer

Helvetia kündigt umfassende Restrukturierung an, 500 Stellen betroffen

Der Schweizer Versicherungskonzern kündigt einen dreijährigen Effizienzplan an, der 500 Stellen betrifft, davon 200 bis 250 in der Schweiz

Helvetia kündigt umfassende Restrukturierung an, 500 Stellen betroffen
AISWI swissinfo.ch

Der Schweizer Versicherungskonzern Helvetia hat einen umfassenden Restrukturierungsplan vorgestellt, der weltweit 500 Stellen betrifft. Der in St. Gallen ansässige Versicherer kündigte diese weitreichenden Veränderungen im Rahmen eines dreijährigen Programms zur Steigerung der Effizienz an, das seine Marktposition und operative Leistungsfähigkeit stärken soll. Dieser strategische Schritt ist eine der bedeutendsten organisatorischen Veränderungen in der jüngeren Unternehmensgeschichte und spiegelt den Wandel in der globalen Versicherungsbranche wider.

Auswirkungen auf die Beschäftigung in der Schweiz

Die Restrukturierung hat erhebliche Auswirkungen auf das Schweizer Geschäft: Im Heimmarkt sind 200 bis 250 Stellen betroffen. Helvetia hat ihr Engagement für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Belegschaft betont. Ein Sprecher bestätigte, dass der Stellenabbau über natürliche Fluktuation, interne Mobilität und Umschulungsprogramme abgewickelt werde. Damit wolle das Unternehmen die sozialen Auswirkungen möglichst gering halten und zugleich seine Ziele zur Steigerung der betrieblichen Effizienz erreichen. Einige Stellen werden ins Ausland verlagert, die genaue Verteilung wurde jedoch nicht bekannt gegeben.

Veränderungen im internationalen Geschäft

Ein wesentlicher Bestandteil der Restrukturierung sind bedeutende Veränderungen im internationalen Geschäft von Helvetia. Das Unternehmen hat angekündigt, seine spanischen Einheiten Helvetia Seguros und Caser zusammenzuführen, um die Effizienz zu steigern. Ausserdem wurde der Ausbau des Onlineversicherers Smile in Spanien gestoppt. Die bestehenden Aktivitäten werden in die Hauptgeschäftsstruktur von Helvetia integriert. Zwar gibt es Spekulationen über einen möglichen Rückzug aus dem deutschen Markt bis Mitte 2025, doch das Unternehmen wollte sich zu diesen Berichten nicht äussern. Die aktuelle Strategie von Smile in der Schweiz und in Österreich bleibt von der Restrukturierung unberührt.

Finanzielle Ziele und Zeitplan

Das Restrukturierungsprogramm soll bis Ende 2027 zu deutlichen finanziellen Verbesserungen führen. Helvetia will die betriebliche Effizienz um mehr als 200 Millionen Franken steigern und die Combined Ratio gegenüber dem aktuellen Wert von 95,4 Prozent um rund 2 Prozentpunkte verbessern. Diese ehrgeizigen finanziellen Ziele sind zentral für die Strategie des Unternehmens, seine Wettbewerbsfähigkeit in einem anspruchsvollen Versicherungsmarkt zu erhalten. Der dreijährige Umsetzungszeitraum soll einen reibungslosen Übergang sicherstellen und gleichzeitig Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs und des Kundenservice minimieren.