Wetter
Starke Schneefälle beeinträchtigen das Schweizer Verkehrsnetz
In der ganzen Schweiz wurden zahlreiche Verkehrsunfälle und Strassensperrungen gemeldet. Starke Schneefälle führten zu erheblichen Reisebehinderungen, insbesondere auf der Autobahn A1 und im Kanton Bern.

Die Schweiz stand vor grossen Herausforderungen, als starke Schneefälle verschiedene Regionen überzogen. Besonders betroffen waren das westliche Mittelland und die hochalpinen Gebiete. Die widrigen Wetterbedingungen lösten im sonst effizienten Verkehrsnetz des Landes zahlreiche Störungen aus und führten zu vielen Unfällen und Verspätungen. Besonders angespannt war die Lage während des Berufsverkehrs am Montagmorgen. Die Rettungsdienste waren den ganzen Tag im Einsatz, um die Situation zu bewältigen.
Verkehrsbehinderungen
Das Verkehrsnetz war auf mehreren Verkehrswegen stark beeinträchtigt. Die Autobahn A1 zwischen Bern und Mühleberg wurde wegen liegen gebliebener Lastwagen vorübergehend gesperrt. Gegen Mittag normalisierte sich die Lage wieder. Der öffentliche Verkehr war ebenfalls stark betroffen: Bernmobil musste verschiedene Buslinien in der Hauptstadt einstellen. Die Trams verkehrten weiterhin, während die Schweizerischen Bundesbahnen wegen der widrigen Wetterbedingungen mehrere Verspätungen und Ausfälle meldeten. Die Störungen machten deutlich, wie schwierig es ist, den Verkehr bei extremen Wetterereignissen aufrechtzuerhalten.
Sicherheit und Unfälle
Die starken Schneefälle führten in mehreren Kantonen zu einem deutlichen Anstieg der Verkehrsunfälle. Im Kanton Bern wurden laut der Kantonspolizei rund 70 Strassenunfälle gemeldet, vorwiegend Selbstunfälle. Es kam zu Sachschäden, glücklicherweise aber zu keinen schweren Verletzungen. Im Kanton Schwyz wurden rund zwölf Unfälle registriert, bei denen Fahrzeuge von der Strasse abkamen oder mit Leitplanken kollidierten. Im Kanton St. Gallen wurden zehn Vorfälle gemeldet. In den Hochalpen kamen wegen der grossen Schneemengen und Schneeverwehungen erhöhte Lawinengefahr und zusätzliche Herausforderungen hinzu.
Wetterprognose und Auswirkungen
Laut MeteoSchweiz liessen die Schneefälle am Montagnachmittag nach. Bis Dienstagmorgen wurden nur noch vereinzelte Schneeschauer erwartet. Entlang der Alpen und des Juras schneite es auch am Dienstag weiter. Gemäss Prognose wird der Schnee unterhalb von 500 bis 600 Metern bis Heiligabend grösstenteils schmelzen. Gebiete auf dem Berner Mittelland und im zentralen Mittelland, in denen mehr als zehn Zentimeter Schnee gefallen sind, könnten ihre Schneedecke jedoch behalten. In höheren Lagen zwischen 700 und 800 Metern ist mit weissen Weihnachten zu rechnen, während der südliche Kanton Tessin voraussichtlich schneefrei bleibt.