Infrastruktur
Sperrung des Grosse-St.-Bernhard-Tunnels nach Lawinenschäden verlängert
Eine wichtige Alpenroute bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt, nachdem eine Lawine 300 Meter der Tunnelinfrastruktur beschädigt hat. Der Nord-Süd-Verkehr zwischen der Schweiz und Italien ist dadurch beeinträchtigt.

Der Grosse-St.-Bernhard-Tunnel, eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Schweiz und Italien, bleibt nach erheblichen Lawinenschäden auf unbestimmte Zeit gesperrt. Die Sperrung wurde vergangene Woche durch starke Schneefälle im Kanton Wallis ausgelöst und hat den Verkehr auf dieser wichtigen Nord-Süd-Alpenroute vollständig zum Erliegen gebracht. Die Tunnelbetriebsgesellschaft bestätigte am Dienstag, dass noch kein Datum für die Wiedereröffnung festgelegt wurde. Reisende und Transportunternehmen müssen deshalb nach alternativen Routen suchen.
Lawinenschäden und Auswirkungen
Die Lawine in der Nähe des Tunnels Les Toules auf der Schweizer Seite hat rund 300 Meter der Tunnelinfrastruktur erheblich beschädigt. Von der Lawine mitgerissene Felsbrocken und Bäume haben die strukturelle Integrität des Tunnels beeinträchtigt, weshalb umfassende Sicherheitsprüfungen und Reparaturen nötig sind. Durch die gleichzeitige Sperrung des Tunnels und des Passes ist die Route über Bourg-Saint-Pierre nach Italien praktisch unterbrochen. Dies beeinträchtigt den grenzüberschreitenden Verkehr erheblich.
Beeinträchtigungen des regionalen Verkehrs
Die Auswirkungen gehen über die Tunnelsperrung hinaus und betreffen die gesamte Region Wallis. Rund 15 Kantonsstrassen im Ober- und Mittelwallis sind weiterhin gesperrt. Für die meisten betroffenen Gebiete wurden jedoch alternative Routen eingerichtet. Zu den bedeutenden Sperrungen zählen die Strecken zwischen Stalden und Embd sowie zwischen Vercorin und Itravers, die wegen Erdrutschen gesperrt sind. Die Strasse Ayer–Zinal ist wegen anhaltender Lawinengefahr geschlossen. Die lokalen Behörden treffen weiterhin Sicherheitsmassnahmen, darunter Zugangsbeschränkungen für verschiedene Fussgängerbereiche in Sion und Sierre.
Auswirkungen auf Wirtschaft und Reisen
Die unbefristete Sperrung dieser wichtigen Alpenroute hat erhebliche Auswirkungen auf Geschäfts- und Privatreisen zwischen der Schweiz und Italien. Der Grosse-St.-Bernhard-Tunnel ist normalerweise eine zentrale Verkehrsader für den internationalen Güterverkehr und den Tourismus. Lokale Unternehmen in den betroffenen Gebieten sind mit Einschränkungen konfrontiert, während Logistikfirmen längere Ausweichrouten nutzen müssen, was die Transportkosten und Lieferzeiten erhöht. Die Schweizer Behörden arbeiten eng mit ihren italienischen Amtskollegen zusammen, um die Lage zu bewältigen und betroffene Kreise auf dem Laufenden zu halten.