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Swiss Observer

Der frühere Julius-Bär-Präsident Thomas Bär ist mit 87 Jahren gestorben

Der Mitgründer der renommierten Anwaltskanzlei Bär & Karrer und ein einflussreicher Akteur im Schweizer Bankwesen ist verstorben. Er hinterlässt ein bleibendes Vermächtnis im Finanzsektor.

Der frühere Julius-Bär-Präsident Thomas Bär ist mit 87 Jahren gestorben
AISWI swissinfo.ch

Thomas A. Bär, eine herausragende Persönlichkeit im Schweizer Bank- und Rechtswesen, ist am 24. Dezember 2024 im Alter von 87 Jahren verstorben. Sein Tod wurde mit Todesanzeigen in renommierten Schweizer Zeitungen bekannt gegeben, darunter im Tages-Anzeiger und in der Neuen Zürcher Zeitung. Bär war für seinen Unternehmergeist und sein ausgeprägtes Ethikverständnis bekannt und prägte den Schweizer Finanz- und Rechtssektor nachhaltig.

Beruflicher Werdegang

Thomas Bärs beruflicher Werdegang war geprägt von aussergewöhnlichen akademischen Leistungen und wegweisenden unternehmerischen Vorhaben. Er schloss die Harvard Law School ab und promovierte in Rechtswissenschaften. Zudem gründete er mit anderen die Kanzlei Bär & Karrer, die zu einer der renommiertesten Anwaltskanzleien der Schweiz werden sollte. Sein tiefes Verständnis für Recht und Finanzen, verbunden mit seiner ethischen Haltung, beeinflusste eine ganze Generation von Schweizer Juristinnen und Juristen sowie Finanzfachleuten.

Führungsrolle im Bankwesen

Von 1996 bis 2003 war Bär Verwaltungsratspräsident der Bank Julius Bär und spielte eine zentrale Rolle bei der strategischen Weiterentwicklung des Instituts. Seine Amtszeit war von einer bedeutenden Expansion und Modernisierung der Bankgeschäfte geprägt. Auch nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratspräsident blieb er der Bank als Familienaktionär und geschätzter Berater eng verbunden und trug zu ihrem anhaltenden Erfolg im Private Banking bei.

Privatleben und Interessen

In seinen späteren Jahren fand Thomas Bär Freude am Weinbau und widmete sich seinem Weingut in der Toskana. In einem Interview mit der Zeitschrift Vinum sagte er einmal: «1990 entdeckten wir unser Land der Träume, es war Liebe auf den ersten Blick.» Seine Leidenschaft für den Weinbau spiegelte seine Wertschätzung für Tradition, Exzellenz und die schönen Dinge des Lebens wider. Seine letzten Jahre verbrachte er damit, auf seinem geliebten toskanischen Anwesen Zeit mit Freunden und Familie zu geniessen. Damit verkörperte er den kultivierten Lebensstil, der sein Privat- und Berufsleben prägte.