Gesellschaft
Finnland überholt die Schweiz im globalen Glücksbericht
Die Schweiz fällt im UN-Weltglücksbericht auf den 13. Platz zurück, während Finnland zum achten Mal in Folge die Spitzenposition hält

Laut dem neuesten UN-Weltglücksbericht hat Finnland eine bemerkenswerte Leistung erzielt und sich zum achten Mal in Folge den Titel als glücklichste Nation der Welt gesichert. Das nordische Land konnte seinen Vorsprung auf den zweitplatzierten Nachbarn Dänemark leicht ausbauen und unterstreicht damit den anhaltenden Erfolg des nordischen Sozialmodells. Diese anhaltende Dominanz zeigt Finnlands konstant starke Leistungen in Schlüsselbereichen wie sozialer Unterstützung, BIP pro Kopf, gesunder Lebenserwartung und der Freiheit, eigene Lebensentscheidungen zu treffen.
Die Schweiz fällt in der Rangliste zurück
Die Schweiz ist in der globalen Glücksrangliste deutlich auf den 13. Platz zurückgefallen. Das ist ein bemerkenswerter Rückgang für ein Land, das traditionell für seine hohe Lebensqualität bekannt ist. Damit liegt die Schweiz hinter mehreren nordischen Ländern und Neueinsteigern in den Spitzenrängen. Der Rückgang kommt angesichts der starken wirtschaftlichen Grundlagen und der renommierten Sozialsysteme des Landes überraschend. Das Ergebnis hat Diskussionen über mögliche Verbesserungen in der Schweizer Sozialpolitik und bei den Lebensgewohnheiten ausgelöst.
Globale Trends und bemerkenswerte Veränderungen
Der Weltglücksbericht 2025 zeigt bedeutende Veränderungen bei den globalen Mustern des Wohlbefindens. Costa Rica und Mexiko haben Geschichte geschrieben und sind zum ersten Mal in die Top 10 eingezogen. Sie belegen den sechsten beziehungsweise zehnten Platz. Die nordischen Länder schneiden weiterhin stark ab: Dänemark, Island und Schweden halten sich alle in den Top 10. Die Vereinigten Staaten sind unterdessen auf ihren niedrigsten Rang seit der ersten Ausgabe des Berichts im Jahr 2012 gefallen und liegen nun auf Platz 24. Afghanistan bleibt am Ende der Rangliste, was die anhaltenden humanitären Herausforderungen im Land widerspiegelt.
Soziale Faktoren und Wohlbefinden
Der Bericht betont die entscheidende Rolle sozialer Beziehungen für das Glücksniveau eines Landes. Ein bemerkenswerter Befund zeigt, dass gemeinsame Mahlzeiten stark mit dem Wohlbefinden zusammenhängen. Die Vereinigten Staaten, wo die Zahl der Menschen, die allein essen, innerhalb von zwei Jahrzehnten um 53 Prozent gestiegen ist, veranschaulichen die negativen Auswirkungen abnehmender sozialer Beziehungen. Jeder vierte Amerikaner gibt an, alle Mahlzeiten allein einzunehmen. Der Bericht zeigt damit, wie soziale Isolation die Glückswerte eines Landes erheblich beeinflussen kann. Diese Erkenntnis bietet auch anderen Ländern, darunter der Schweiz, wertvolle Lehren zur Bedeutung starker sozialer Bindungen und gemeinschaftlicher Beziehungen.