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Swiss Observer

Drohnenverbot während der Spiele der Women's Euro 2025 in St. Gallen

Die St. Galler Behörden richten während der bevorstehenden Spiele der Europameisterschaft aus Sicherheitsgründen eine strenge Flugverbotszone für Drohnen im Umkreis von 2 km um das Stadion ein.

Drohnenverbot während der Spiele der Women's Euro 2025 in St. Gallen
AISWI swissinfo.ch

Der Himmel über St. Gallen wird diesen Juli still, wenn die Behörden eine lückenlose Sperrzone in der Luft verhängen. Um die Sicherheit während der Women's Euro 2025 zu gewährleisten, hat die Kantonspolizei St. Gallen einen «absoluten Flugstopp» für unbemannte Luftfahrzeuge verfügt. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Vorschrift. Am 4., 9. und 13. Juli wird der Luftraum über dem Fussballstadion der Stadt zu einer Festung, undurchdringlich für nicht zugelassene Technologien.

Die Verfügung richtet sich gegen unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu beachtlichen 25 Kilogramm. Damit bleiben alle am Boden, von Hobby-Quadrokoptern bis hin zu schweren kommerziellen Drohnen. Die Botschaft ist glasklar: Sicherheit hat Vorrang vor Neugier. Während Tausende Fans ins Stadion strömen, schaltet die Polizei die Risiken aus der Luft mit chirurgischer Präzision aus. Dieses vorausschauende Vorgehen unterstreicht, wie viel bei der Austragung eines grossen europäischen Turniers auf dem Spiel steht. Für die Behörden zählt einzig die Sicherheit der Spielerinnen und Zuschauer. Sie haben signalisiert, dass sie rasch handeln werden, damit sich alles auf das Spielfeld konzentriert und nicht auf mögliche Gefahren am Himmel.

Durchsetzung der zwei Kilometer grossen Sperrzone

Ein Umkreis von zwei Kilometern rund um das Stadion im Westen von St. Gallen wurde zu einer strikten Flugverbotszone erklärt. Dieser weitläufige Sicherheitsperimeter schafft einen erheblichen Puffer und stellt sicher, dass sich kein nicht zugelassenes Fluggerät dem Geschehen auch nur annähern kann. Die Grösse dieser Sperrzone zeigt, wie ernst die lokalen Behörden die Sicherheit der Veranstaltung nehmen. Es handelt sich um eine gezielte taktische Entscheidung, um Gefahren auszuschalten, lange bevor sie die Menschenmengen erreichen.

Die Vorschriften werden rigoros durchgesetzt. Die Polizei hat ausdrücklich erklärt, dass Verstösse umgehend gemeldet werden und die betreffenden Drohnen beschlagnahmt werden können. Wer die Grenzen dieses Sicherheitsperimeters austestet, erhält keine Verwarnung. Pilotinnen und Piloten, die diese Vorschriften missachten, riskieren den Verlust ihrer teuren Ausrüstung und rechtliche Konsequenzen. Mit dieser klaren Grenze, am Boden und ebenso am Himmel, setzt St. Gallen einen Präzedenzfall dafür, wie moderne Sportveranstaltungen mit den sich wandelnden Herausforderungen der Drohnentechnologie umgehen müssen.

Kritische Infrastruktur: die Rega als Faktor

Während das Flugverbot an der Euro 2025 Schlagzeilen macht, gilt der Luftraum rund um das Stadion in St. Gallen bereits als wichtige Sicherheitszone. Wegen der Nähe zu einer Rega-Luftrettungsbasis gilt dort das ganze Jahr über ein dauerhaftes Flugverbot für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von 250 Gramm oder mehr. Diese bestehende Einschränkung macht eine wichtige Tatsache deutlich: Der Luftraum ist hier eine lebenswichtige Verbindung für Rettungsdienste und kein Spielplatz für Hobby-Pilotinnen und -Piloten.

Die vorübergehenden Massnahmen für die Euro 2025 verschärfen die Regeln jedoch deutlich. Indem das Verbot auf Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm ausgeweitet und an bestimmten Spieltagen ein absolutes Flugverbot durchgesetzt wird, schliessen die Behörden alle möglichen Schlupflöcher. Die zeitlich begrenzten Sicherheitsvorschriften ergänzen die dauerhaft geltenden Sicherheitsmassnahmen und schaffen so ein robustes Schutzsystem. Dadurch können Rettungshelikopter starten und landen, ohne dass die Gefahr einer katastrophalen Kollision in der Luft besteht. Das zeigt: In St. Gallen ist die öffentliche Sicherheit an 365 Tagen im Jahr eine gemeinsame Verpflichtung.

Das Fussballfest der Euro 2025 sichern

Während sich die Schweiz darauf vorbereitet, den Frauenfussball auf kontinentaler Bühne zu präsentieren, zeigen diese Sicherheitsmassnahmen, dass das Land nichts dem Zufall überlässt. Die Women's Euro 2025 ist mehr als ein Turnier. Sie ist ein Fest des Sports, das eine tadellose Durchführung verlangt. Mit diesen strengen Luftraumbeschränkungen stellt St. Gallen sicher, dass die Leistung der Athletinnen im Mittelpunkt steht und nicht Sicherheitsverstösse.

Dieses vorausschauende Vorgehen kann als Vorbild für künftige Grossveranstaltungen dienen, in einer Zeit, in der Konsumententechnologie zunehmend mit der öffentlichen Sicherheit in Berührung kommt. Die für den 4., 9. und 13. Juli geplante konsequente Durchsetzung der Vorschriften sendet ein starkes Signal an die Welt: Die Schweiz ist offen für Geschäfte, aber ihr Luftraum ist geschützt. Während die Fans dem Anpfiff entgegenfiebern, können sie darauf vertrauen, dass die Behörden das Gelände vom Boden bis hinauf in die Wolken gesichert haben.