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Swiss Observer

Bern schränkt Aktivitäten an der Aare wegen Hochwasserschutzarbeiten ein

Ab September sind Abschnitte der Aare in Bern vorübergehend für das Schwimmen und Bootfahren gesperrt. Die Behörden beginnen mit umfangreichen Bauarbeiten für den Hochwasserschutz und die Sanierung des Freibads.

Bern schränkt Aktivitäten an der Aare wegen Hochwasserschutzarbeiten ein
AISWI swissinfo.ch

Die Stadt und der Kanton Bern haben bedeutende Einschränkungen für Freizeitaktivitäten entlang der Aare angekündigt, die im September in Kraft treten sollen. Die Massnahmen erfolgen im Vorfeld umfangreicher Bauarbeiten, bei denen der Hochwasserschutz und Verbesserungen an der Infrastruktur im Mittelpunkt stehen. Dieser beispiellose Schritt betrifft eine der beliebtesten Freizeitwasserstrassen Berns, die für ihre lebendige Sommerkultur mit Schwimmen und Bootfahren bekannt ist.

Projektübersicht und Zeitplan

Die Bauarbeiten umfassen zwei grosse städtische Projekte: das Hochwasserschutzprojekt «Gebietsschutz Quartiere an der Aare» und die umfassende Sanierung des Marzilibads. Zudem führen die kantonalen Behörden wichtige Unterhaltsarbeiten durch, darunter die Instandsetzung der Uferböschungen und die Entfernung von Kies im Schwellenmätteli. Die Projekte sind sorgfältig aufeinander abgestimmt, um Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Die Arbeiten sind vom 22. September 2025 bis im Frühling 2026 geplant. Energie Wasser Bern nutzt diesen Zeitraum, um entlang des Marziliareals Versorgungsleitungen zu ersetzen und mehrere Infrastrukturverbesserungen in einem koordinierten Vorhaben zusammenzufassen.

Auswirkungen auf Aktivitäten vor Ort

Die Einschränkungen werden die beliebte Flusskultur Berns erheblich beeinträchtigen, insbesondere für Schwimm- und Bootfahrbegeisterte. Der Beginn nach der Hochsaison im Sommer wurde bewusst gewählt, um die beliebten Aktivitäten am Fluss möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Bauarbeiten dauern zwar während der Wintermonate an, die Behörden haben das Projekt jedoch so geplant, dass der reguläre Sommerbetrieb in der folgenden Saison wieder aufgenommen werden kann. Die Schliessung des Marzilibads ist mit den übrigen Arbeiten abgestimmt, um den Zeitplan zu optimieren und die Auswirkungen auf öffentliche Anlagen insgesamt zu verringern.

Sicherheitsmassnahmen und Verhaltenshinweise

Zum Schutz der Bevölkerung während der Bauarbeiten haben die Behörden strenge Vorschriften erlassen, die sämtliche Schwimm- und Bootfahraktivitäten in den betroffenen Gebieten verbieten. Entlang des Flusses werden klare Beschilderungen und Informationsstellen eingerichtet, um die gesperrten Zonen zu kennzeichnen. Die Bevölkerung wird gebeten, diese vorübergehenden Massnahmen zu respektieren. Sie sind sowohl für die öffentliche Sicherheit als auch für den erfolgreichen Abschluss der Infrastrukturverbesserungen unerlässlich. Während der Bauarbeiten werden alternative Freizeitangebote und Aktivitäten empfohlen.