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Swiss Observer

Bündnis aus Wirtschaft und Politik warnt vor dem «Chaos» einer Bevölkerungsobergrenze von 10 Millionen

Eine breite Koalition aus Schweizer Politikerinnen und Politikern sowie Wirtschaftsführenden hat ihre Kampagne gegen die Initiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) zur Begrenzung der Bevölkerung auf 10 Millionen lanciert. Sie warnt vor «verheerenden Folgen» für den Wohlstand und die Sicherheit der Schweiz sowie für die bilateralen Abkommen.

Bündnis aus Wirtschaft und Politik warnt vor dem «Chaos» einer Bevölkerungsobergrenze von 10 Millionen
AIThe Local Switzerland

Die Schweiz steht am Abgrund eines wirtschaftlichen Erdbebens. Ein schlagkräftiges Bündnis aus politischen Schwergewichten und Wirtschaftsgrössen schlägt lautstark Alarm: Die Schweizerische Volkspartei (SVP) will die Landesbevölkerung mit ihrem radikalen Vorschlag auf exakt 10 Millionen begrenzen. Die Vorlage soll am 14. Juni zur Abstimmung kommen und stösst auf beispiellosen Widerstand. Das neu gegründete Bündnis «Nein zur Chaos-Initiative», dem die FDP, die Mitte und die Grünliberalen angehören, warnt vor verheerenden Folgen, die den Wohlstand des Landes erschüttern würden. Es geht nicht bloss um einen politischen Schlagabtausch, sondern um die wirtschaftliche Zukunft der Schweiz. Wirtschaftsverbände argumentieren, dass eine Abschottung gegenüber Arbeitskräften aus der EU das Wachstum unmittelbar bremsen, zentrale Branchen lahmlegen und den sorgfältig austarierten Arbeitsmarkt destabilisieren würde. Die Botschaft des Bündnisses ist eindeutig: Eine solche starre Obergrenze wäre wirtschaftliche Selbstsabotage, die sich das Land schlicht nicht leisten kann. Der Widerstand gewinnt an Schwung, während Führungspersönlichkeiten aus dem gesamten politischen Spektrum die Tragweite der Bedrohung erkennen.

Die «Chaos-Initiative» im Fokus

Der Countdown ins Chaos hat offiziell begonnen. Gegnerinnen und Gegner bezeichnen den Vorschlag der SVP als «Chaos-Initiative», und die Zahlen untermauern ihre Befürchtungen. Laut dem breiten Bündnis würde eine strikte Begrenzung der Wohnbevölkerung auf 10 Millionen innerhalb von nur drei bis vier Jahren zu einem völligen Durcheinander führen. Die starre Obergrenze lässt die dynamischen Gegebenheiten moderner Volkswirtschaften ausser Acht. Während die SVP den Schutz der Infrastruktur ins Feld führt, entgegnet das Bündnis, dass die mangelnde Flexibilität einer festen Obergrenze die nationale Sicherheit gefährde und wichtige Lieferketten unterbreche. Unternehmen kämpfen bereits mit einem akuten Arbeitskräftemangel. Ein Zuzugsstopp für dringend benötigte ausländische Arbeitskräfte würde den Arbeitsmarkt einfrieren. Statt Schweizer Interessen zu schützen, droht die Initiative genau jene Arbeitskräfte zu verdrängen, die dafür sorgen, dass die Spitäler des Landes funktionieren, der Technologiesektor innovativ bleibt und auf den Baustellen gearbeitet werden kann. Noch nie stand so viel auf dem Spiel. Die Wirtschaft mobilisiert mit grosser Dringlichkeit, um einen katastrophalen demografischen Engpass zu verhindern.

Bilaterale Abkommen auf der Kippe

Jahrzehnte diplomatischer Fortschritte stehen plötzlich auf dem Spiel. Die «leichtsinnige» Obergrenze von 10 Millionen gefährdet ausdrücklich die wichtigen bilateralen Abkommen der Schweiz mit der Europäischen Union und bedroht lukrative Freihandelsabkommen weltweit. In einem zunehmend volatilen und unberechenbaren Weltmarkt ist die Schweiz auf stabile Beziehungen, verlässliche Partnerschaften und klare, durchsetzbare Regeln angewiesen. Das Bündnis warnt, die Annahme der Initiative würde die sorgfältig ausgehandelten Verträge zerschlagen. Wenn die bilateralen Abkommen wegfallen, drohen Schweizer Exporteuren hohe Zölle, und das Land würde von seinem grössten Handelspartner isoliert. Der daraus folgende wirtschaftliche Schock würde lokale Unternehmen schwer treffen, die auf einen reibungslosen grenzüberschreitenden Handel angewiesen sind. Indem der SVP-Vorschlag eine restriktive Einwanderungspolitik über die Wirtschaftsdiplomatie stellt, riskiert er, die Schweiz in eine isolierte Insel im Herzen Europas zu verwandeln. Das Bündnis betont, dass offene, geregelte Beziehungen nicht optional sind, sondern die unabdingbare Grundlage für das wirtschaftliche Überleben der Schweiz bilden.

Düstere Aussichten für 2031

Ein dunkler Schatten liegt über dem kommenden Jahrzehnt in der Schweiz. Wird die Obergrenze von 10 Millionen Gesetz, zeichnet das Bündnis ein düsteres Bild für das Jahr 2031. Die Folgen würden alle Bereiche des Alltags erfassen: Die nationale Sicherheit würde abnehmen, wichtige Güter würden beunruhigend knapp und die Kaufkraft der durchschnittlichen Schweizer Bevölkerung würde stark sinken. Dabei handelt es sich nicht um eine ferne, abstrakte Bedrohung. Benachteiligte Regionen, verletzliche Rentnerinnen und Rentner sowie kleine und mittlere Unternehmen würden die Folgen des wirtschaftlichen Abschwungs besonders hart zu spüren bekommen. Wenn die Zahl der Arbeitskräfte sinkt, steigen unweigerlich die Lebenshaltungskosten, und Menschen mit festem Einkommen geraten in grosse Not. Die eindringliche Warnung des Bündnisses zeichnet das Bild einer ärmeren, schwächeren und tief gespaltenen Schweiz. Während die Abstimmung am 14. Juni näher rückt, stehen die Stimmberechtigten vor einer grundlegenden Entscheidung: eine starre, isolationistische Obergrenze annehmen oder das «Chaos» ablehnen und damit die wohlhabende, vernetzte Zukunft des Landes sichern. Die Zeit drängt, und der ganze Kontinent schaut zu.