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Swiss Observer

Bern zählt im Ranking 2024 zu den sichersten Städten der Welt

Die Schweizer Hauptstadt Bern wird als eine der sichersten Städte der Welt ausgezeichnet. Damit unterstreicht die Stadt die anhaltende Spitzenleistung der Schweiz bei der urbanen Sicherheit und der Lebensqualität.

Bern zählt im Ranking 2024 zu den sichersten Städten der Welt
AIThe Local Switzerland

Bern hat seinen Status als globale Festung der Sicherheit offiziell gefestigt. Die Schweizer Hauptstadt ist gemäss der definitiven «Safety Risk Map 2025» von Safeture in die Top 10 der sichersten Städte der Welt aufgestiegen. Das ist nicht bloss ein Trostpreis für die Teilnahme, sondern ein Beweis für das unerschütterliche Engagement der Schweiz für urbane Stabilität in einer zunehmend instabilen Welt.

Das Ranking ist eine eindrückliche Bestätigung des Schweizer Modells. Während andere Hauptstädte weltweit mit zunehmenden Unruhen zu kämpfen haben, hebt sich Bern mit aussergewöhnlich niedrigen Kriminalitätsraten und einem robusten politischen Umfeld ab. Die Bewertung analysiert aktuelle und prognostizierte Risiken, von Kriminalität bis zu Umweltfaktoren, und ordnet Bern der Spitzengruppe weltweiter Reiseziele zu, an denen persönliche Sicherheit eine Selbstverständlichkeit und kein Luxus ist. Für Einwohnerinnen und Einwohner sowie Reisende bestätigt das Ranking, was sie auf den Strassen täglich erleben: Bern ist ein Hort der Ordnung.

Die Säulen der Sicherheit: Vertrauen und Transparenz

Weshalb ist Bern erfolgreich, während andere Städte scheitern? Der Bericht nennt einen entscheidenden Unterschied: die unerschütterliche Verbindung zwischen Behörden und Bevölkerung. Für die hohe Platzierung der Stadt sorgen die «sozioökonomische Stabilität» und eine Strategie der Strafverfolgung, die Transparenz höher gewichtet als Zwang. Dieser Ansatz hat ein tief verwurzeltes Vertrauen geschaffen, das wie ein unsichtbarer Schutzschild über der Stadt liegt.

Die «Safety Risk Map 2025» hebt ausdrücklich hervor, dass Bern «grossen Wert auf gesellschaftliches Engagement legt». So entsteht ein Umfeld, in dem Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe und keine auferlegte Einschränkung ist. Diese Transparenz stärkt den Gesellschaftsvertrag und sorgt dafür, dass die tiefe Kriminalitätsrate auf den Zusammenhalt der Gemeinschaft und nicht nur auf die Polizeiarbeit zurückzuführen ist. In einer Welt, in der das Vertrauen in Institutionen rapide schwindet, zeigt das Berner Modell, dass Sicherheit untrennbar mit gesellschaftlicher Integrität und wirtschaftlicher Stabilität verbunden ist.

Krise in Basel: Das Münster zieht die «Notbremse»

Im scharfen Kontrast zur Ruhe in Bern sieht sich Basel mit einer beunruhigenden Zunahme von Aggressionen konfrontiert. Das Basler Münster muss die «Notbremse» ziehen und kündigt für den gesamten Dezember eine beispiellose Schliessung an den Wochenenden an. Der Grund ist alarmierend: Während der Adventszeit häufen sich körperliche Auseinandersetzungen und feindseliges Verhalten von Touristen.

Pfarrerin Caroline Schröder-Field warnte eindringlich und erklärte, die Mitarbeitenden seien «nicht mehr nur Unhöflichkeiten ausgesetzt, es gab auch körperliche Angriffe». Die Lage hat sich so weit verschärft, dass die Sicherheit der Angestellten und Freiwilligen der Kirche nicht mehr gewährleistet werden kann. Diese drastische Massnahme, die Schliessung eines bedeutenden Kulturdenkmals während der Hochsaison, macht einen zentralen Konflikt zwischen Massentourismus und lokaler Würde sichtbar. Das Münster bleibt für Gottesdienste geöffnet, doch die Schliessung an den Wochenenden sendet Schockwellen durch den Kultursektor: Selbst in der sicheren Schweiz kann Anstand nicht als selbstverständlich gelten.

Eine vitale Nation: Seniorinnen und Senioren trotzen chronischen Beschwerden

Das Sicherheitsnetz der Schweiz reicht weit über die physische Sicherheit hinaus und umfasst auch die öffentliche Gesundheit. Eine neue Umfrage des Commonwealth Fund zeigt, dass die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ab 65 Jahren ihren Gesundheitszustand als «gut» bis «ausgezeichnet» einstuft. Damit festigt die Schweiz ihre Position in der Spitzengruppe der weltweiten Ranglisten zu Langlebigkeit und Lebensqualität.

Hinter dieser Vitalität verbirgt sich jedoch eine komplexe Realität. Trotz der guten Stimmung steht der Körper vor Herausforderungen: Mehr als 75 % der Befragten gaben an, mit mindestens einer chronischen Erkrankung zu leben. Am häufigsten wurden Bluthochdruck, Gelenkschmerzen und Herzerkrankungen genannt. Dieses Paradox, eine hohe Zufriedenheit trotz chronischer Beschwerden, sagt viel über die Qualität des Schweizer Gesundheitssystems aus. Es deutet darauf hin, dass Seniorinnen und Senioren in der Schweiz zwar nicht vor den Folgen des Alterns gefeit sind, aber von einer medizinischen Infrastruktur unterstützt werden, dank der sie unabhängig von ihrer Diagnose eine hohe Lebensqualität bewahren können.

Genf im Ausnahmezustand: 57'000 Läuferinnen und Läufer auf den Strassen

Während Bern die Ruhe feiert, bereitet sich Genf auf eine gewaltige logistische Mobilisierung vor. An diesem Wochenende werden über 57'000 Läuferinnen und Läufer für den traditionellen Escalade-Lauf in die Stadt strömen und weitreichende Verkehrssperrungen auslösen. Die enorme Teilnehmerzahl, die die Bevölkerung vieler mittelgrosser Städte übertrifft, verwandelt die Altstadt in eine Fussgängerzone.

Die Behörden haben den Autoverkehr rigoros eingeschränkt: Der Place de Neuve und die Altstadt sind von Samstagmorgen bis Sonntagabend gesperrt. Die massive Beeinträchtigung ist geplant. Umleitungen sind signalisiert, doch die Botschaft ist klar: Meiden Sie das Gebiet mit dem Auto, sonst droht Stillstand. Der Anlass unterstreicht den dynamischen Gemeinschaftsgeist des städtischen Lebens in der Schweiz, in dem ganze Stadtzentren regelmässig von den Menschen zurückerobert werden und Tradition und Sport Vorrang vor dem Komfort des Autofahrens haben.